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Alte Kaminöfen bis Ende 2017 ersetzen

Das Wichtigste in Kürze: Nur mit einem neuen Partikelfilter dürfen die alten Kamine und Öfen weiterlaufen. Es ist jedoch nicht möglich, die Feuerstätten „einfach“ mit einem Filter nachzurüsten. Dies würde eine neue Typprüfung der Feuerstätte erforderlich machen, was unmöglich ist.

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Bei den meisten Öfen, deren Schonfrist nun abläuft, lohnt sich langfristig eher ein Austausch denn eine Filternachrüstung. Foto: LKZ-Archiv
Ludwigsburg. Möglich wäre lediglich die Nachrüstung mit einem elektrostatischen Filter, der mindestens 2000 Euro kostet. Die Nachrüstung mit dem Filter lohnt sich meist nicht. Auch wenn ein neues Gerät erst einmal teurer ist, kommt es aber mit weniger Brennstoff aus. Auch bei jüngeren Öfen kann sich ein Austausch gegen ein effizienteres Modell lohnen.

Viele alte Kaminöfen, die von der Regelung betroffen sind, funktionieren zwar noch einwandfrei. Allerdings blasen sie dabei große Mengen an Feinstaub in die Umgebungsluft. Weil dieser Ausstoß die Grenzwerte aus der Bundes-Immissionsschutzverordnung überschreitet, müssen sie nun ausgetauscht oder mit Filtern bestückt werden. Hält ein Gerät mit einem nachträglich ausgerüstetem Filter die Werte ein, darf es weiterlaufen. Betroffen sind Geräte mit einer Typprüfung vor dem Jahr 1985. Das Baujahr lässt sich einfach am Typenschild an der Anlage erkennen.

Die Nachrüstung mit einem Filtersystem ist zwar oft günstiger als ein neuer Ofen. Langfristig lohnt er sich aber nicht, denn so alte Öfen belasten nicht nur die Luft, sie sind auch ineffizient. Aus der gleichen Menge Brennstoff holt ein moderner Ofen deutlich mehr Wärme heraus.

Bis zu 40 Prozent Brennstoffersparnis sind hier realistisch. Die Einsparung bei den Verbrauchskosten wiegt die teurere Anschaffung deshalb nach einiger Zeit auf. Auch der Austausch deutlich jüngerer Modelle kann sich bereits lohnen. Dadurch lässt sich der Ausstoß umweltschädlicher Abgasemissionen um bis zu 85 Prozent reduzieren. (red)