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Auch ohne Strom lässt sich auf der Eselsburg gut essen

Die bekannten Kochprofis aus dem Fernsehen testen den Bären und den Eselsburg-Turm von Wolfgang Klöss – Kreative Veränderungen geplant

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Gemeinsame Sache: Walter Wuchner, Renate Klöss, Nils Egtermeyer, Frank Oehler, Christian Henze und Wolfgang Klöss (von links) grillen für die Kamera.Foto: Holm Wolschendorf

Ludwigsburg. Am Mittwochabend steht Wolfgang Klöss beinahe ein Herzkasper bevor. Kurz vor Beginn des Abendessens wird die Location geändert. Statt im Bären soll im Eselsburg-Turm gespeist werden. Nun heißt es Spanferkel schleppen, Salate, Maultaschen und Burgspieße vorbereiten. In der Idylle, 392,4 Meter über Null, wo es keine Stromversorgung gibt, laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Ursache für die Hektik ist der besondere Besuch, den Klöss an diesem Abend bewirten soll: „Die Kochprofis“ Frank Oehler, Nils Egtermeyer und Christian Henze sind zu Besuch in Vaihingen.

Was Klöss zwischen Montagmorgen und Mittwochabend erlebt hat, ist an einem Donnerstag in ungefähr drei Monaten auf RTL II bei „Die Kochprofis – Einsatz am Herd“ zu sehen. Das Fazit des Checks der gastronomischen Konzepte und Chancen ist aber schon jetzt bekannt: Das Gasthaus soll als Eventlocation weiterentwickelt werden und eine Nische besetzen. Ein richtiger Knaller aber könnte nach Einschätzung der Experten sein anderes Lokal, die Eselsburg über den Ensinger Weinbergen, werden. Deren Potenzial will Klöss künftig noch gezielter ausschöpfen.

„Die Spanferkel sind gerade noch fertig geworden, es war fast zu knapp“, sagt Klöss später, nachdem die Hektik wieder vorüber ist. Seit einem guten halben Jahr betreibt er die Eselsburg, seit zwei Jahren den Bären in Horrheim. Die Starköche hat er gerufen, um seinem „Gasthaus zum Bären“ Leben einzuhauchen. Hier will er sich auf das Angebot von individuellen Gruppenveranstaltungen wie Geburtstagsfeiern und Jubiläen konzentrieren. Unterstützung bekommt er von seiner Mutter Renate und seiner Freundin, Saskia Plinsch, die ausgebildete Eventmanagerin ist.

Die Eselsburg ist für die Starköche ein seltenes Highlight. „Die Lage hier oben ist ein Knaller“, sagt Nils Egtermeyer. Eine Herausforderung sei es aber, ohne Strom zu arbeiten. Die Kochprofis lassen darum ein paar Rezepte und Ideen da, unter anderem „Maultaschen to go“.

Inmitten des Biergartens lodert Feuer in einer geschmiedeten Schale. „Gut gegen Mücken“, weiß Familie Vogt, die nicht nur gern zur Eselsburg hinaufsteigt, sondern auch gerne „Die Kochprofis“ im Fernsehen schaut. „Wir wollten die mal live erleben“, sagt Ellen Vogt. Ihr Mann Henry hat gerade einen von Christian Henze gespickten Burgspieß verdrückt mit „Henzes Spezial-Schnittlauchöl“, geräuchertem Bauchspeck, Schweinefilet, einer herrlich gewürzten Hackzubereitung, Grillkäse und dazwischen Zwiebeln, Paprika, Kartoffeln. „Der ist sehr gut!“

Beliebtes Fotomotiv am Abend ist Frank Oehler („Fo“) vor seinen Maultaschen. Die Wucht ist seine Zwiebelsoße. „Das Rezept wird die Eselsburg nicht verlassen“, erwidert er verschmitzt auf die Nachfrage einer jungen Frau. Als lohnender Zwischenstopp auf einer Wandertour hat sich die Eselsburg bereits herumgesprochen. Wenn das Wetter so schön ist wie am Mittwoch, sitzen manchmal mehrere hundert Besucher im Biergarten. Sie können hier schon bald kreative Veränderungen erleben: „Wir wollen ein interaktives Theater machen“, sagt Klöss. „Es soll etwas Exklusives sein mit 40 Teilnehmern bei einem Mehrgängemenü.“