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Azubis von Scholz fahren künftig E-Smart

Handwerkskammer Region Stuttgart belohnt Top-Ausbildungsbetrieb in Freiberg

Große Freude in Freiberg: Die Scholz-Azubis dürfen jetzt ein Jahr den weiß-roten E-Smart fahren. Foto: Scholz
Große Freude in Freiberg: Die Scholz-Azubis dürfen jetzt ein Jahr den weiß-roten E-Smart fahren. Foto: Scholz

Freiberg/Stuttgart. Mit dem Ausbildungspreis 2020 hat die Handwerkskammer Region Stuttgart jetzt den Freiberger Handwerksbetrieb Scholz für seine Leistungen bei der beruflichen Ausbildung gewürdigt. Der Meisterbetrieb für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie Flaschnerarbeiten hat für sein nachhaltiges Engagement neben Urkunde und Trophäe auch einen neuen E-Smart erhalten. Den dürfen die Azubis nun ein Jahr lang kostenfrei nutzen.

„Eine tolle Auszeichnung“, betonte Firmenchef Michael Scholz. Bei der Scholz GmbH und ihren 40 Mitarbeitern ist die Freude über die Auszeichnung groß, besonders bei den acht Azubis. Diese werden derzeit als Anlagenmechaniker Sanitär-Heizung-Klima ausgebildet, einer der Azubi wird Fachlagerist. In der Firma des Ludwigsburger Innungsobermeisters Scholz wird seit 1998 ausgebildet. In vielen Jahren waren es vier Azubis oder mehr. Insgesamt konnten 65 junge Menschen erfolgreich ihre Ausbildung abschließen. Scholz ist auch Gründungsmitglied der Fachgemeinschaft der Top-Ausbilder im SHK Handwerk.

„Mit der Maßnahme wollen wir den unermüdlichen und erfolgreichen Einsatz der Betriebe für einen Berufseinstieg belohnen und zusätzlich ein sichtbares Zeichen auf der Straße setzen“, betonte Thomas Hoefling, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Region Stuttgart, als er die Fahrzeugschlüssel am Mittwochnachmittag im Betrieb in Freiberg übergab. „Nachwuchsgewinnung ist der Schlüssel für die Zukunft unserer Branche – gerade jetzt in der schwierigen Zeit gilt es, jungen Menschen einen Einstieg in den Beruf und eine Chance auf der Karriereleiter im Handwerk zu geben“, sagte Hoefling. „Wenn Unternehmer jetzt wegen Corona nicht ausbilden, dann haben wir bald die Krise nach der Krise, weil uns die Gesellen, später die Meister und die Betriebsnachfolger oder Gründer fehlen.“ Wichtig sei, dass die berufliche Ausbildung in einem Handwerksbetrieb als attraktive Alternative zum Studium wahrgenommen werde.

„Es macht Spaß, unser Handwerk weiterzugeben“, betonte Michael Scholz. Dies sei auch eine große Motivation. Scholz unterstützt auch in besonderem Maße junge Menschen mit schwierigen Voraussetzungen. So hat die Scholz GmbH eine Kooperation mit Konzept Bildung zur Förderung schwächerer Azubis und setzt sich mit der Jobbrücke Freiberg für die Vermittlung von Schulabgängern ein.

Der Dialog zwischen Auszubildenden und Ausbildern hat bei Scholz einen hohen Stellenwert: Jeden Freitag findet zum Austausch ein Lehrlingstreff mit dem Ausbildungsleiter statt. (dre)