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Kampfsport

Batinli hat gelernt, sich zu wehren

Die 21-jährige Kickboxerin Deniz Batinli aus Asperg hat ihren vierten Weltmeistertitel in der International Sport Kickboxing Association (ISKA) in der Ludwigsburger MHP-Arena errungen.

Kickbox-Weltmeisterin Deniz Batinli mit Ihrem Vater und Trainer Halil Batinli in der Fight Factory Batinli.Foto: Baumann
Kickbox-Weltmeisterin Deniz Batinli mit Ihrem Vater und Trainer Halil Batinli in der Fight Factory Batinli. Foto: Baumann

Möglingen. Alles hat im Alter von vier Jahren angefangen. Deniz Batinli wurde von den Jungs im Kindergarten gekratzt. Das wollte sich ihr Vater Halil Batinli, heute ihr Trainer und Inhaber der Kampfschule Fight Factory Batinli, nicht länger gefallen lassen: „Jetzt musst du dich wehren können“. Batinli schickte seine Tochter auf verschiedene Kick- und Thaiboxschulen in Ludwigsburg, Heilbronn und Schorndorf, wo er sie auch trainierte.

Mit Erfolg. Sie bestach durch eine derartige Dynamik und Schlagkraft, wie man die eines Kindes nicht gewohnt war – und das immer ihrer Zeit voraus: Im Alter von zehn Jahren trainiert Deniz bereits bei den Erwachsenen mit.

Spitzname „The Fight Queen“

Mit 15 kämpfte sie als Profi gegen die 39-jährige Kickboxweltmeisterin Tina Schüssler. „The Fight Queen“ war damals ihr Spitzname, dem die 21-Jährige aus Asperg bis heute gerecht wird. Mit derselben Dynamik und Schlagkraft hat die 1,64 Meter große Boxerin vor zwei Wochen in der Ludwigsburger MHP-Arena vor 4500 Zuschauern ihren vierten WM-Titel in der Gewichtsklasse bis 61 Kilogramm . im K1-Kickbox-Duell gegen Sarah Glandien (Heilbronn) erkämpft. Batinli setzte bereits in den ersten 20 Sekunden zum Faustschlag an, so dass die Heilbronnerin wackelte. Das tat sie gleich dreimal im Laufe des Kampfes. „Ich wollte von Anfang an Druck machen, das ist mir auch gelungen“, verrät Deniz Batinli ihre Taktik, die sie zuvor mit ihrem Vater und Coach Halil Batinli ausgetüftelt hatte.

Nach fünf Runden brachen ihre 130 mitgereisten Fans, darunter die Familie, Freunde und Jugendliche der Kampfschule, in frenetischen Jubel aus: Das Urteil der Kampfrichter fiel einstimmig mit einen klaren Punktesieg für das Tochter-Vater-Duo aus. „Ein K..o. wäre zusätzlich noch schön gewesen, aber für mich war es vor eigenen Publikum der emotional wertvollste Titel“, sagte die junge Boxerin aus Asperg. Ihre Ausbeute lässt sich sehen: 39 Profikämpfe hat sie bereits bestritten, davon 31 Siege geholt, 16 durch K. o. Der nächste WM-Titel soll am 11. Mai in der Heilbronner Kolbenschmidt Arena folgen, diesmal im Kampfstil des Muay Thai.

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