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Baubeginn im Prevorster Tal 2022

Insgesamt sechs Rückhaltebecken sollen die Städte und Gemeinden an der Bottwar vom Oberlauf bis zu ihrer Mündung in die Murr vor Hochwasser schützen. Als nächste Vorhaben sind zwei Becken in Gronau an der Reihe.

Diese Wiese im Prevorster Tal soll bei heftigen Regenfällen die Wassermassen aufnehmen und zurückhalten. Archivfoto: Oliver Bürkle
Diese Wiese im Prevorster Tal soll bei heftigen Regenfällen die Wassermassen aufnehmen und zurückhalten. Foto: Oliver Bürkle

Bottwartal. Seit fast 16 Jahren besteht der Zweckverband Hochwasserschutz Bottwartal, dem die Kommunen Steinheim, Großbottwar, Oberstenfeld und Beilstein angehören. Gebaut sind mittlerweile die Rückhaltebecken Stockbrunnen (seit 2011 in Betrieb) und Hoftal (seit 2012 in Betrieb) in Großbottwar sowie das Rückhaltebecken Hasenbach (seit 2015 in Betrieb) in Oberstenfeld.

Noch gebaut werden müssen die Becken im Prevorster und und im Kurzacher Tal in Gronau, sowie das Becken am Schmidbach in Schmidhausen; in die Planung für dieses letzte Becken soll erst nach 2020 eingestiegen werden. Den Abschluss bildet dann ein Pegel in der Bottwar in Oberstenfeld.

Während der jüngsten Sitzung des Zweckverbands ist der Haushalt verabschiedet worden, außerdem wurden die Investitionen der kommenden Jahre vorgestellt. Als Nächstes stehen die Becken im Prevorster und im Kurzacher Tal auf dem Programm.

Ausgelegt werden sollen die Pläne nach den Sommerferien im Oktober/November/Dezember. Wenn „alles glattläuft“ – so die Geschäftsführerin des Zweckverbandes, Großbottwars Hauptamtsleiterin Mona Trinkner,, könnte der Planfeststellungsbeschluss im Mai/Juni nächsten Jahres vorliegen. Dann kann der Zweckverband die Bauarbeiten ausschreiben. Bis tatsächlich die Bagger anrollen, werde es bis zum Frühjahr 2022 dauern, sagt Mona Trinkner, das sei realistisch. Geplant ist, beide Becken gleichzeitig zu bauen, um Synergieeffekte bei der Ausschreibung nutzen zu können. Das hängt allerdings auch davon ab, ob es Einwendungen gegen eines oder beide der Becken gibt, wie es zum Beispiel im Hasenbach der Fall war. Bis die Becken fertig sind rechnet der Zweckverband mit Brutto-Kosten für das Becken im Prevorster Tal von vier Millionen Euro und beim Kurzacher Tal von 4,5 Millionen Euro.

Ursprünglich waren die Kosten sowohl für das Prevorster Becken als auch für das Kurzacher Becken mit drei Millionen Euro angesetzt gewesen. Begründet werden die Kostensteigerungen zum einen mit gestiegenen Baukosten, zum anderen auch mit Umplanungen.

So war ursprünglich das Prevorster Becken mit einem Seitendamm längs der Straße nach Prevorst geplant gewesen. „Optisch verbesserungswürdig!“ hatte der Ortschaftsrat von Gronau und Prevorst geurteilt. Dass die Straße ohne den Damm ab und zu überspült würde, sei eher zu akzeptieren als ein Damm. Eine Umplanung mit einem vergrößerten Kurzacher Becken war die Folge. Zudem hatte der ökologische Ausgleich für beide Becken nachgeschärft werden müssen.

Das Land Baden-Württemberg bezuschuss den Bau der Becken mit bis zu 70 Prozent. Den Rest der Kosten trägt der Zweckverband, wobei es einen Kostenschlüssel für die einzelnen Zweweckverbandskommunen gibt. Großbottwar zahlt mit 39 Prozent am meisten, gefolgt von Steinheim mit 30 Prozent, Oberstenfeld mit 24 Prozent und Beilstein mit sieben Prozent.

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