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Besteht Hoffnung für die Stallscheune?

Amt für Denkmalpflege hält Erhalt des vom Abbruch bedrohten Gebäudes für wünschenswert

Die denkmalgeschützte Stallscheune in der Stadtmitte. Foto: Alfred Drossell
Die denkmalgeschützte Stallscheune in der Stadtmitte. Foto: Alfred Drossell

Vaihingen. Das Landesamt für Denkmalpflege bestätigt, das die „Engel’sche Stallscheune“ in Vaihingen denkmalwürdig ist. Dies teilte die Behörde dem Vaihinger Landtagsabgeordneten Dr. Markus Rösler (Grüne) in einem Schreiben mit. „Die von Ihnen und dem lokalen Aktionsbündnis aufgelisteten Stichpunkte zur Wertigkeit der Stallscheune und des Bauten-Ensembles werden vom Landesamt in vollem Umfang mitgetragen“, heißt es darin.

Der Regierungspräsident weist in seinem Brief an Rösler auf einen Ortstermin Ende Juni hin. Für das Wohnhaus habe der Investor bereits ein denkmalverträgliches Konzept entwickelt. Aus Sicht des Regierungspräsidiums sei es wünschenswert, wenn dies auch für die Stallscheune gelinge. Für Vaihingen wäre es ein Gewinn, wenn die Gebäude modernisiert und wieder mit Leben gefüllt werden könnten, betont die Behörde.

Um den Erhalt des Wohnhauses und insbesondere der Stallscheune zu unterstützen, hatte sich Rösler in einem persönlichen Schreiben an den Regierungspräsidenten Wolfgang Reimer gewandt. „Wohnhaus und Scheune sind als Ensemble eines der größten Kulturdenkmale in Vaihingen und stadtbildprägend. Dabei handelt es sich um den letzten erhaltenen Gutshof außerhalb der Stadtmauer der Kernstadt. Eine Besonderheit ist der Sichtfachwerkgiebel in Richtung Franckstraße“, schrieb Markus Rösler.

Die Denkmalschützer weisen darauf hin, dass bei Abbrüchen von Kulturdenkmalen eine Wirtschaftlichkeitsberechnung die Entscheidungsgrundlage bilde. Nach bisherigem Verfahrensstand sei dem Eigentümer die Erhaltung der Vaihinger Stallscheune wirtschaftlich zumutbar, sofern eine Wohnnutzung vorgesehen werde.

Kim Hasenhündl, Geschäftsführer der Wohnbau Oberriexingen, verfolgt die Diskussion um die Scheune mit großem Interesse. „Wir prüfen die denkmalschutzrechtlichen Auflagen“, sagt er. Das werde Zeit brauchen. Ziel des Projekts sei es, dort wirtschaftlich und auch architektonisch anspruchsvoll zu bauen.

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