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Bietigheim lässt sich den Schneid abkaufen

SG-Handballerinnen verlieren auch ihr zweites Spiel in der Champions League mit 27:36 gegen Metz

Trainer Markus Gaugisch.
Trainer Markus Gaugisch.

Metz. Zweites Spiel – zweite klare Niederlage! Die Handballerinnen der SG BBM Bietigheim verloren in der Champions League in Metz 36:27.

Ohne Karolina Kudlacz-Gloc, die sich im Abschlusstraining verletzt hatte, leistete sich die SG einen kapitalen Fehlstart. Nach noch nicht einmal neun gespielten Minuten lag Bietigheim mit 9:1 zurück. Eine Serie von schwachen Würfen und Fehlpässen bestrafte Metz eiskalt.

Das große Plus des französischen Abonnementmeisters lag in der Defensive. Metz war enorm aggressiv. Keine BBM-Spielerin konnte ohne Körperkontakt abspielen oder werfen. Daraus resultierten Fehlpässe und unkontrollierte Torwürfe. „Wir haben uns den Schneid abkaufen lassen“, kritisierte Trainer Markus Gaugisch. Bietigheim deckte zwar wie die Lothringerinnen 6:0, war aber viel zu passiv.

So kamen die Gastgeberinnen mit einfachen Mitteln zu leichten Toren. Spielmacherin Tjasa Stanko leitete Kreuzungen zwischen allen drei Rückraumspielerinnen ein. Blieb die SG-Abwehr am Kreis, traf Metz aus der Fernwurfzone. Griff Bietigheim die Kreuzung offensiv an, landete der Ball bei der ukrainischen Kreisläuferin Olga Perederiy, die ihre Chancen gnadenlos nutzte und am Ende elf Treffer auf dem Konto hatte.

Nach der Pause wurde die Abwehr auf 5:1 umgestellt, störte Metz nun wesentlich effektiver. „Durch die bessere Verteidigung wurden wir auch vorne sicherer“, erkannte Gaugisch. Xenia Smits, die bei ihrer Rückkehr nach Metz von den Fans herzlich begrüßt wurde, dirigierte die Bietigheimer Angriffe, brachte Stine Jørgensen und Julia Maidhof in Wurfposition. Die SG kämpfte sich bis auf 29:25 heran, konnte dem Spiel aber keine Wende mehr geben.

SG: Sando, Salamakha; Berger (2), Lauenroth, Schulze (2), Naidzinavicius (5/4), Reimer, Smits (2), Østergaard (1), Maidhof (8/2), Jørgensen (7), Braun.

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