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Blick ins Schaufenster der Weststadt

Mit einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm ist am Samstagnachmittag das fünfte Weststadtfest gefeiert worden. Schon bei der offiziellen Eröffnung hatten sich viele Gäste eingefunden. Vor allem die Eltern der knapp 350 Mitwirkenden wollten sehen, was ihre Kinder bei der Projektwoche in Kooperation mit der Tanz- und Theaterwerkstatt geprobt haben.

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„Coole Schule“ war das Motto des Tanztheaters. Foto: Karin Rebstock

Ludwigsburg. Erfreut angesichts der positiven Resonanz zeigte sich Bernhard Stoll, der die zahlreichen Besucher im Namen der Weststadtrunde willkommen hieß. Als „Schaufenster der Weststadt“ bezeichnete Erster Bürgermeister Konrad Siegfried die Veranstaltung, bei der es sich um eine Mischung aus Stadtteil- und Schulfest handelte. Dass Verwaltung und Gemeinderat die Weststadt nicht nur als modernes Dienstleistungszentrum, sondern als Stadtteil wahrnehmen, zeige sich in den Plänen für das Bildungszentrum. Der Komplex soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. „Es soll gebaut werden, ohne dass der Schulbetrieb beeinträchtigt wird“, kündigte Seigfried an.

 

„Im Westen viel Neues“ stellte er mit Blick auf das Programm fest, das Schüler von Osterholzgrundschule, Gottlieb-Daimler-Realschule und Otto-Hahn-Gymnasium auf die Beine gestellt hatten. Bei dem Projekt hatten die Heranwachsenden gemeinsam mit Profis der Tanz- und Theaterwerkstatt Theater, Musik und Tanz kennengelernt. Beim Weststadtfest präsentierte sie kleine Szene und Choreographien auf der Bühne, im Innenhof und im Schulhaus. Die Bandbreite reichte von Stepptanz über Hip-Hop und Tänze aus aller Welt bis zu Gymnastik, Akrobatik und Rock- und Popmusik. Möglich gemacht hatten dieses Projekt Sponsoren wie die Gebrüder Lotter KG, die Stiftung Jugendförderung, Arbeit und Soziales der Kreissparkasse Ludwigsburg sowie der Fonds Jugend, Bildung, Zukunft der Stadt Ludwigsburg. „Wir wollen schulische Angebote etablieren, die sonst nicht möglich wären“, so Seigfried.

 

Einer der Partner, die den Fonds Jugend, Bildung, Zukunft der Stadt Ludwigsburg unterstützen, ist Ulrich Kraft, Inhaber des Handwerkunternehmens Arta. Bei seinem Besuch des Weststadtfestes hatte er einen Scheck in Höhe von 2500 Euro mitgebracht, der dem Fonds zugutekommt. „Es ist mir ein großes Anliegen, junge Menschen schon frühzeitig zu unterstützen“, betonte Ulrich Kraft.

 

„Das Projekt zusammen mit der Tanz- und Theaterwerkstatt sollte dazu beitragen, Grenzen und Barrieren zwischen den drei Schulen abzubauen“, sagte Hartmut Meier, Leiter der Gottlieb-Daimler-Realschule. Gleichzeitig sollen die Kinder ein Campusgefühl entwickeln. Das unterstrich auch sein Kollege Michael Marek, Leiter der Osterholzgrundschule: „Wir sind nicht zufällig an einem Standort, sondern bilden eine Gemeinschaft.“ Und Projekte wie das in der vergangenen Woche leisten ihren Beitrag dazu, dieses Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken. Tina Gonsiorek, Geschäftsführerin der Tanz- und Theaterwerkstatt, habe in den vergangenen Tagen Nerven wie Drahtseile benötigt, so Marek.

 

Und dann hatten endlich die Schüler der vierten, fünften und sechsten Klassen ihren großen Auftritt, die schulübergreifend die einzelnen Darbietungen entwickelt haben. Ein klares „Ja“ erhielt Moderatorin Carina Clay von der Tanz- und Theaterwerkstatt, als sie ins Publikum rief: „Seid ihr bereit für die Bühnenshow?“Die Theatergruppe „Lubu People“ machte den Anfang.

 

Beim Weststadtfest war aber nicht nur Zuschauen, sondern auch Mitmachen angesagt. Neben der Königin-Olga-Kaserne konnten sportliche Naturen ihre Grenzen beim Bullriding und beim Torwandschießen austesten. Gute Beobachtungsgabe war beim Puzzlespiel angezeigt, die der Verein Naturpark West anbot. Das Kindernest Spielraum West bot einen Bewegungsparcours an, während der Bürgerverein Weststadt und Pflugfelden zur Abstimmung bei einem Fotowettbewerb einlud. Beim Glücksrad in der Stadtbibliothek waren Preise zu gewinnen. Dort gab es auch die Möglichkeit, mit Spielern der Basketballakademie ins Gespräch zu kommen und sich Autogramme zu sichern. Das Jugendwohnheim Strombergstraße machte mit Cocktails Appetit auf mehr.