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Ab 2021 wird der Autobahnbetrieb Sache des Bundes – Vor dem Wechsel bekommt die Ludwigsburger Autobahnmeisterei noch mal prominenten Besuch

Haltgemacht bei der Autobahnmeisterei Ludwigsburg: Staatssekretär Steffen Bilger (links), Verkehrsminister Winfried Hermann (Mitte) und Stephan Krenz von der Autobahn GmbH des Bundes. Foto: Andreas Becker
Haltgemacht bei der Autobahnmeisterei Ludwigsburg: Staatssekretär Steffen Bilger (links), Verkehrsminister Winfried Hermann (Mitte) und Stephan Krenz von der Autobahn GmbH des Bundes. Foto: Andreas Becker

Asperg/Ludwigsburg. Der Fahrradfahrer und Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) wird es verschmerzen können, dass er am Freitagmittag in Ludwigsburg mutmaßlich zum letzten Mal als Dienstherr in einem Fahrzeug der Autobahnmeisterei Platz nimmt. Zusammen mit dem Staatssekretär Steffen Bilger (CDU) und dem Chef der Autobahn GmbH des Bundes, Stephan Krenz, dreht er in einem 40-Tonner eine Runde über das Gelände, das eigentlich auf Asperger Gemarkung liegt.

Warme Worte des Ministers

Zum Abschied richtet Hermann warme Worte an die Kollegen. „Der Straßenbetriebsdienst leistet einen wichtigen Beitrag für die Verkehrssicherheit und Funktionsfähigkeit des Straßennetzes“, spricht der Minister und verweist darauf, dass ihr Einsatz mitunter gefährlich ist. Auf der A81 bei Rottweil kam neulich ein Mitglied der Autobahnmeisterei bei einem Unfall ums Leben. Auf dem Areal in Asperg steht zudem ein Fahrzeug mit platten Reifen, das im Einsatz demoliert worden ist.

Zum 1. Januar geben die Länder den Autobahnbetrieb an den Bund ab. Der hat eine Infrastrukturgesellschaft gegründet, die dann die rund 13000 Autobahnkilometer in Deutschland managen soll. Der Geschäftsführer Krenz spricht am Freitag in Ludwigsburg von der „größten Reform in der Geschichte der Autobahnen“, die das System neu ordnen soll. Für Krenz stehen die Zeichen gut, dass das auch reibungslos gelingt.

Der Ludwigsburger Staatssekretär Bilger sagt den Mitarbeitern der hiesigen Autobahnmeisterei zu, dass der Bund auch in Zukunft in Gebäude und Anlagen investieren werde, „wo es nötig ist“. Nach dem Erweiterungsbau aus dem Jahr 2019 sei für das kommende Jahr der Neubau einer Großfahrzeughalle an ihrem Standort direkt an der Ausfahrt Ludwigsburg-Nord vorgesehen.

Darüber hinaus verweist Bilger auf ein Sofortprogramm des Bundes, das es möglich machte, Duschcontainer für Lastwagenfahrer entlang der Autobahnen zu errichten. „Hier haben uns die Beschäftigten der Autobahnmeisterei zügig und professionell bei der Aufstellung auf den A8-Rastanlagen Höllberg und Heckengäu zur Seite gestanden“, so der Staatssekretär am Freitag.

Die Salzlager sind voll

Der Minister Hermann steht derweil vor einem einsatzbereiten Winterdienstfahrzeug mit Seitenpflug und lässt sich über den Stand der Vorbereitungen informieren. Die Ludwigsburger Autobahnmeisterei verfügt über eine Lagerkapazität von rund 2600 Tonnen Auftausalz und 220000 Liter Sole. „Damit der Umweltschutz nicht auf der Strecke bleibt, kommt moderne Streutechnik zum Einsatz“, sagt Hermann. „Und es gilt die Devise: So viel Salz wie nötig und so wenig wie möglich.“

Nach rund einer Stunde steigt der Minister in seinen Dienstaudi und verlässt das Gelände der Autobahnmeisterei wieder. Im neuen Jahr werden hier andere die Verantwortung tragen.

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