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Das Angebot kommt gut an

Im Schnitt über 60 Impfungen pro Station – Zusätzliche Menschen gewonnen – Dritte Dosis noch nicht möglich

In Kornwestheim hat der Impfbus am Dienstag bereits zum zweiten Mal gehalten, diesmal auf dem Holzgrundplatz.Foto: Andreas Becker
In Kornwestheim hat der Impfbus am Dienstag bereits zum zweiten Mal gehalten, diesmal auf dem Holzgrundplatz. Foto: Andreas Becker

Kreis Ludwigsburg. Nach der ersten Woche, in der zwei Impfbusse durch den Kreis getourt sind, zieht das Landratsamt eine positive Zwischenbilanz. „Die Erwartungen von uns sowie von der Bevölkerung wurden voll erfüllt. Die Impfbusse werden gut angenommen“, heißt es auf Nachfrage. Von der Bevölkerung habe es viel Lob gegeben. Jeder der beiden Busse fährt täglich zwei Stationen an. So konnten bis Sonntag an 28 Orten 1305 Menschen mit dem Präparat von Biontech und 418 mit dem von Johnson & Johnson geimpft werden. „Es freut mich, dass die Impfbus-Aktion bisher an allen Haltepunkten in den Städten und Gemeinden so gut angenommen wurde“, so Landrat Dietmar Allgaier. „Ich appelliere an alle Bürgerinnen und Bürger im Landkreis: Nehmen Sie dieses niedrigschwellige Impfangebot an – es ist genügend Impfstoff vorhanden. Nur mit einer hohen Impfquote werden wir eine vierte Welle im Herbst verhindern oder zumindest abmildern können.“

Die Nachfrage an den Stationen war laut Landratsamt unterschiedlich und reichte von etwa 20 bis zu über 100 Impfwilligen. Im Schnitt seien es über 60 gewesen. Besonders gut lief es demnach in Ludwigsburg am Schloss Monrepos und am Breuningerland sowie in Tamm, Ditzingen, Sachsenheim und Vaihingen. In Kornwestheim hätten schon 38 Menschen auf den Bus gewartet.

Am Dienstagvormittag machte ein Bus in Oberriexingen Station. „Es gibt keine Warteschlange, die Leute kommen einzeln“, berichtete Dr. Uschi Traub von dort am Telefon. Die Ärztin aus dem Gesundheitsamt klärt bei der Aktion die Interessierten auf. Vergangene Woche seien diese aus allen Altersgruppen gekommen: von Jugendlichen ab zwölf bis hin zu einer über 90-Jährigen, die im Pflegeheim die Impfung verpasst hatte. Die Jugendlichen, die von ihren Eltern begleitet wurden, waren laut Uschi Traub auch selbst von der Impfung überzeugt. Grundlegende Gespräche führt die Ärztin meist schon vor dem Bus, so dass innen nur noch Details geklärt werden müssen. Sie informiert dabei über Pro und Kontra: „Es ist sehr wichtig, dass man die Ängste der Menschen ernst nimmt.“ Zur Wahrheit gehöre, dass man noch nicht alles über die Impfstoffe wisse. Nebenwirkungen müsse man aber auch in Relation zur Anzahl der verabreichten Dosen und zu möglichen Folgen von Covid-19 sehen.

Unter den im Bus geimpften Menschen sind laut Uschi Traub etwa solche, die dann einen bereits in einem weit entfernten Impfzentrum vereinbarten Zweittermin wieder absagen konnten. Doch am Bus könnten sie auch Menschen für eine Impfung gewinnen, die sich bislang noch nicht groß mit dem Thema befasst hätten oder die die Terminvergabe über Vermittlungscodes abgeschreckt habe. Zudem fragten viele, die ihre Impfung bereits Anfang des Jahres hatten, nach einer dritten Dosis zur Auffrischung. Doch ihnen kann Uschi Traub nichts anbieten: „Wir warten auf eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission.“

Die beiden Busse sind noch bis Sonntag, 1. August, unterwegs. Außerdem kann man sich derzeit im Ludwigsburger Kreisimpfzentrum täglich zwischen 9 und 19 Uhr ohne Termin impfen lassen.

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