Logo

Der Hotspot wird immer größer

Acht neue Fälle in Flüchtlingsunterkunft, je einer in Grundschule und einer Kita

Schwieberdingen. Die Zahl an bestätigten Infektionen in Schwieberdingen weitet sich aus, der Ort ist damit aktuell noch stärker als im Durchschnitt vom Coronavirus betroffen. Waren vergangene Woche sechs Fälle in einer Flüchtlingsunterkunft aufgetreten, so sind laut Mitteilung vom Mittwochnachmittag weitere acht dazugekommen. Auch sind zwei weitere Kinderbetreuungseinrichtungen betroffen. Am Mittwochabend galten laut Landratsamt 65 Personen als infiziert, etwas mehr als Korntal-Münchingen (61), das mit 20000 aber fast doppelt so viele Einwohner hat. In Quarantäne waren Mitte voriger Woche mehr als 200 der rund 11000 Schwieberdinger Einwohner. Und auch wenn die Inzidenz bei kleinen Kommunen nicht wirklich aussagekräftig ist, so lag sie mit 369 weit über dem Kreisschnitt, wie es aus dem Rathaus hieß (wir berichteten).

Entdeckt worden waren die infizierten Flüchtlinge bei einer Aktion des ehrenamtlichen Schnelltestteams in Folge der schon bekannten Fälle, alle acht neuen seien auch durch PCR-Tests bestätigt. Das in Absprache mit dem Gesundheitsamt ausgesprochene Betretungsverbot für die Unterkunft bleibt bestehen, so die Gemeinde. Konkret bedeutet das: Außer den dort wohnenden Personen haben nur Post- und Paketzusteller, Lieferdienste und von der Gemeinde beauftragte Personen und Betriebe Zutritt. Entsprechend dem Notfallkonzept der Gemeinde wird die Einhaltung des Betretungsverbots vom Vollzugsdienst regelmäßig kontrolliert. Die Versorgung der unter Quarantäne stehenden Bewohner wird durch einen Einkaufsservice sichergestellt. Sie werden regelmäßig von Verwaltungsmitarbeitenden angerufen und können diese bei Fragen und Problemen telefonisch oder per Mail kontaktieren. Zudem können sie sich bei Bedarf an ehrenamtliche Sprachmittler wenden.

In der Kita Pusteblume liegt nun zusätzlich zu zwei bereits in Quarantäne befindlichen Gruppen ein weiterer Verdachtsfall vor, nachdem ein Schnelltest positiv ausgefallen ist. Der Verdacht wird nun mittels PCR-Test überprüft. Die betroffene Person befindet sich nicht mehr in der Kita. Alle weiteren Schritte werden gemeinsam mit dem Gesundheitsamt Ludwigsburg festgelegt.

Auch in der Grundschulförderklasse der Hermann-Butzer-Schule wurde ein positiver PCR-Test gemeldet. Die Kontaktpersonen werden ermittelt und kontaktiert. Es bestehen keine Auswirkungen auf den Schulbetrieb, so die Gemeinde weiter.

Appell und Dank

„Die weiteren bestätigten Infektionen zeigen uns erneut, dass wir alle erforderlichen Maßnahmen beachten müssen, um uns gegenseitig zu schützen. Derzeit sind die bestätigten Infektionen – vor allem in den öffentlichen Einrichtungen – deutlich zu hoch. Das Leitungsteam arbeitet mit hohem Engagement weiterhin an der Zielsetzung mit notwendigen Maßnahmen wie beispielsweise Schnelltests die Infektionsketten frühzeitig zu unterbrechen. Mein großer Dank gilt dabei unserem ehrenamtlichen Schnelltestteam. Den betroffenen Personen wünsche ich eine schnelle Genesung und den sich in Quarantäne befindlichen Personen Zuversicht und alles Gute“, so Bürgermeister Nico Lauxmann. (red/jsw)