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Die neue Oscar-Paret-Schule zeigt schon ihr Gesicht

Es wuselt und werkelt auf der aktuell größten Baustelle des Kreises Ludwigsburg. 80 bis 100 Arbeiter sind in Freiberg täglich im Einsatz, um den Neubau der OPS voranzubringen. Während an der Außenhülle die Klinkerfassade Gestalt annimmt, schreitet auch der Innenausbau gut voran.

Rote Fensterrahmen und unzählige Klinkersteine zieren bereits einige Fassadenbereiche des neuen Schulgebäudes. Anschlüsse für Feuerwehrschläuche sind bereits eingebaut, während noch zahlreiche Kabel verlegt werden müssen. Der Erste Beigeordnete Stefa
Rote Fensterrahmen und unzählige Klinkersteine zieren bereits einige Fassadenbereiche des neuen Schulgebäudes. Anschlüsse für Feuerwehrschläuche sind bereits eingebaut, während noch zahlreiche Kabel verlegt werden müssen. Der Erste Beigeordnete Stefan Kegreiß zeigt auf eine Zwischenwand, die bereits die Silhouette eines Klassenzimmers erkennen lässt. Foto: Ramona Theiss
Rote Fensterrahmen und unzählige Klinkersteine zieren bereits einige Fassadenbereiche des neuen Schulgebäudes. Anschlüsse für Feuerwehrschläuche sind bereits eingebaut, während noch zahlreiche Kabel verlegt werden müssen. Der Erste Beigeordnete Stefa
Rote Fensterrahmen und unzählige Klinkersteine zieren bereits einige Fassadenbereiche des neuen Schulgebäudes. Anschlüsse für Feuerwehrschläuche sind bereits eingebaut, während noch zahlreiche Kabel verlegt werden müssen. Der Erste Beigeordnete Stefan Kegreiß zeigt auf eine Zwischenwand, die bereits die Silhouette eines Klassenzimmers erkennen lässt. Foto: Ramona Theiss
Rote Fensterrahmen und unzählige Klinkersteine zieren bereits einige Fassadenbereiche des neuen Schulgebäudes. Anschlüsse für Feuerwehrschläuche sind bereits eingebaut, während noch zahlreiche Kabel verlegt werden müssen. Der Erste Beigeordnete Stefa
Rote Fensterrahmen und unzählige Klinkersteine zieren bereits einige Fassadenbereiche des neuen Schulgebäudes. Anschlüsse für Feuerwehrschläuche sind bereits eingebaut, während noch zahlreiche Kabel verlegt werden müssen. Der Erste Beigeordnete Stefan Kegreiß zeigt auf eine Zwischenwand, die bereits die Silhouette eines Klassenzimmers erkennen lässt. Foto: Ramona Theiss

Freiberg. Sachlichkeit, Pragmatismus und Geradlinigkeit – drei Eigenschaften, die auf den Ersten Beigeordneten der Stadt Freiberg, Stefan Kegreiß, ohne Zweifel zutreffen. Sie sind auch notwendig bei einem Mann, der das größte Bauprojekt der Stadt, aber auch seiner Berufskarriere unter seinen Fittichen hat. Da bleibt wenig Platz für Emotionen – es sei denn, er führt durch den Rohbau der neuen Schule. Dabei ist förmlich zu spüren, mit welcher Leidenschaft er bei der Sache ist. Geradezu ins Schwärmen gerät er in jenem Klassenzimmer, das mit etwa 40 Metern den geringsten Abstand zur Autobahn hat. Dort sind bereits die dreifach verglasten Fenster eingebaut. Doch von wegen Krach und Lärm. „Man hört nichts“, sagt Stefan Kegreiß und hat vermutlich ein breites Grinsen unter seiner FFP2-Maske. Kein Wunder, schließlich unkten Kritiker schon während der gesamten Planungszeit, dass die Schule wegen der Nähe zur Ferntrasse immensem Lärm ausgesetzt sein würde.

Zwölf Gewerke sind derzeit auf der Baustelle tätig. Die beinahe größte Aufgabe haben die Fassadenbauer zu bewältigen. Denn statt Außenputz wird Klinker angebracht. Stein für Stein wird die Fassade aufgeschichtet. Das kostet am Ende eine Million Euro mehr, ist aber deutlich langlebiger, weshalb der Gemeinderat diese Variante auch abgesegnet hat. Im sogenannten Nord-Cluster des Gebäudekomplexes ist die Klinkerfassade nahezu fertig. Lediglich einige Dehnfugen müssen dort noch mit elastischem Material verfüllt werden. Auch die Fenster sind hier schon drin und beleben die Ansicht mit einem roten Farbton. Auf der Südseite, wo die Klinkersteine noch nicht angebracht sind, lugt die üppige Dämmung hervor.

Was hat sich sonst noch seit dem Jahreswechsel getan? Das Rohbauunternehmen hat die beanstandeten Risse verfüllt. Auch an der Dachabdichtung wurde sukzessive gearbeitet. Sie ist zum großen Teil erledigt. „Das ist sehr wichtig, damit kein Wasser mehr eindringen kann“, sagt der Erste Beigeordnete. Im Innern des Gebäudes werden seit Jahresbeginn vor allem Leitungen gelegt: Elektrokabel, Heizungsrohre, Lüftungsschächte, Netzwerkleitungen. „Künftig wird es hier in jedem Raum einen WLAN-Hotspot geben“, macht Kegreiß Hoffnung auf den ultimativen Digitalisierungsfortschritt an der Schule. Auch der Lüftung kommt künftig eine große Bedeutung zu, schließlich kann die Coronapandemie auch bei der geplanten Fertigstellung der Schule zum Schuljahresbeginn 2022/2023 durchaus noch ein Thema sein. „Pro Klassenzimmer wird zweimal pro Stunde ein Luftaustausch stattfinden“, sagt Kegreiß. Ursprünglich sollte die Frischluftzufuhr lediglich den CO-Gehalt in der Luft senken, damit die Konzentrationsfähigkeit der Schüler und Lehrer erhalten bleibt. Unter Corona kommt dem Luftaustausch eine ganz andere Bedeutung zu. Die Lüftungsanlage erfüllt auch dafür die Anforderungen. „Zum Lüften müssen dann keine Fenster mehr geöffnet werden, auch wenn das weiterhin möglich sein wird“, so der Erste Beigeordnete.

Und sonst? Die Schlosser montieren bereits Halterungen für die Geländer, die Trockenbauer stellen Gerüste für die Zwischenwände auf. So sind schon die Umrisse von einigen Klassenzimmern erkennbar. Zudem werden Heizungsrohre isoliert und bereits einige Wände verputzt.

Bei den vielen Gewerken und Handwerkern ist es wichtig, dass ein Zahnrädchen ins andere greift. Schließlich ist oft ein Handwerker abhängig vom anderen. Das betrifft im Übrigen auch den Infektionsschutz. Ein Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator achtet darauf, dass sich die Arbeiter nicht gegenseitig mit dem Coronavirus anstecken. „Ein Infektionsfall könnte dafür sorgen, dass ein ganzer Trupp Handwerker in Quarantäne muss“, sagt Kegreiß. Insbesondere weil das Gebäude durch Fenster und Türen immer dichter wird, sind Atemschutzmasken auf der Baustelle Pflicht. Ein zusätzlicher Sanitärcontainer sorgt dafür, dass sich auch beim Duschen und Umziehen nicht zu viele Arbeiter begegnen.

Übrigens: Laut Kegreiß wird nach derzeitigem Stand nicht nur der aktualisierte Bauzeitenplan, sondern auch der Kostenrahmen eingehalten.

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