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Drei neue Stationen für die Stadt

Die Strecke Grönerstraße/Schlieffenstraße hin zur Brenzstraße am Bahnhof war 2020 die beliebteste. Fotos: Ramona Theiss
Die Strecke Grönerstraße/Schlieffenstraße hin zur Brenzstraße am Bahnhof war 2020 die beliebteste. Fotos: Ramona Theiss
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Aktuell gibt es in Ludwigsburg sechs RegioRad-Stationen und eine firmenfinanzierte Station (Roche) – Weitere sollen folgen

Ludwigsburg. Die Coronakrise hatte der Planung rund um neue RegioRad-Stationen in der Stadt im vergangenen Jahr eine Zwangspause verordnet. Doch in diesem Jahr soll es mit dem Bau weiterer Stationen vorangehen. Aktuell gibt es in Ludwigsburg sechs RegioRad-Stationen. Zwei davon befinden sich direkt am Bahnhof (in der Brenzstraße und in der Myliusstraße). Weitere Stationen gibt es in der Grönerstraße/Gänsfußallee, der Grönerstraße/Schlieffenstraße, der Lindenstraße/Kirchstraße und am Klinikum in der Posilipostraße. Zusätzlich gibt es in Ludwigsburg noch eine Station der Firma Roche in der Mörikestraße, die firmenfinanziert ist.

Drei weitere Stationen sind allerdings in Planung: Am Otto-Hahn-Gymnasium in der Kaiserstraße, an der Karl-Schäfer-Schule in der Hohenzollernstraße und an der S-Bahn-Station Favoritepark in der Reuteallee. „Die drei Stationen sind fertig geplant und werden in 2021 aufgebaut“, sagt Matthias Knobloch, Fachbereisleiter nachhaltige Mobilität bei der Stadt. Ein Datum könne allerdings noch nicht genannt werden, da noch Details einer möglichen Förderung geklärt werden müssten. Bei allen Standorten in der Stadt handelt es sich um feste Stationen mit Terminal. Auch die drei neuen Stationen sind feste Stationen.

„Insgesamt stehen an den sechs Stationen 22 Fahrräder und acht Pedelecs zur Verfügung. Jede Station hat mindestens fünf Räder“, sagt Ralf Maier-Geißer, der bei der Stadt Stuttgart für nachhaltige Mobilität zuständig ist und den RegioRad-Verbund koordiniert. „Die Station der Firma Roche verfügt über zehn Fahrräder.“ Maier-Geißer merkt an, dass es sich bei diesen Zahlen um den sogenannten Sollbestand der Stationen handelt. „Also die Anzahl an Rädern, die der Auftragnehmer bei unserem Dienstleister bestellt hat und auf die die jeweilige Station beim Service aufgefüllt beziehungsweise geleert wird.“

In der vergangenen Zeit kamen bestimmte Stationen in Ludwigsburg besonders gut an, andere wurden eher weniger genutzt. Doch die Coronakrise geht auch in Sachen Nutzung nicht spurlos an den RegioRad-Stationen vorbei. „Bei manchen Stationen ist ein deutlicher Rückgang der Fahrten infolge der Covid-19-Pandemie erkennbar“, sagt Maier-Geißer. Deutlich werde das beispielsweise an den Stationen am Bahnhof und der Station in der Grönerstraße/Gänsfußallee. Das könne insbesondere auf den starken Rückgang an Berufspendlern zurückgeführt werden. Auch die Stadt Ludwigsburg bestätigt auf Anfrage unserer Zeitung, dass im Jahr 2020 ein leichter Rückgang der Fahrten zu verzeichnen ist.

Am häufigsten werden dennoch die Stationen am Bahnhof genutzt. Auch der Weg vom Bahnhof in die Weststadt ist bei den RegioRad-Nutzern beliebt. „In 2020 war die Strecke Grönerstraße/Schlieffenstraße – Brenzstraße die am stärksten frequentierte in Ludwigsburg“, so die Stadt. Zwei Drittel der Fahrten im Jahr 2020 erfolgten per Fahrrad (2462 Fahrten), ein Drittel per Pedelec (1356 Fahrten).

Doch nicht nur die Stadt Ludwigsburg setzt auf den Ausbau der RegioRad-Stationen. Auch der Landkreis wird zeitnah zwei eigene Stationen errichten: Eine direkt vor dem Kreishaus und eine auf dem Römerhügel (Berufsschulzentrum). Auch im Umland sollen weitere Kommunen mit RegioRad erschlossen beziehungsweise weitere Stationen eingerichtet werden. Beispielsweise in Marbach, Steinheim und Bietigheim-Bissingen.