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Ein abwechslungsreiches Programm beflügelt Zuhörer

Dieses Kooperationskonzert konnte sich hören lassen: Das Ensemble „Sing For Fun“, Sarah Neumann und die Band „The JIC“, verstärkt von einem Streichquartett, versprühten am Wochenende im Marbacher Schlosskeller gute Laune pur.

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Die Band „TheJIC“ spielt auf der Bühne im Marbacher Schlosskeller und begeistert mit melodischem Jazz. Foto: Holm Wolschendorf

Ludwigsburg. Da war so ziemlich alles drin: Schlager à la Comedian Harmonists, Rockklassiker, Volkslieder und vor allem viel Jazz. Der Junge Chor des Marbacher Liederkranzes „Sing For Fun“ ist gerade auf dem allerbesten Weg, von seinem Leiter Tobias Burkardt zu einem der herausragendsten A-capella-Ensembles in der Region geformt zu werden. Der Chor besticht durch vielstimmige Harmonien, starke Rhythmik, das richtige Maß an Gefühl und einen geradezu ansteckenden Spaß am Gesang – sei es bei dem Uralt-Schlager „Ausgerechnet Bananen“, dem Prinzen-Lied „Fahrrad“ oder „Blackbird“ von den Beatles.

Breitgefächert ist das Repertoire des Ensembles und reicht von der weltberühmten Arie „Summertime“ aus der Oper Porgy and Bess über den Filmsong von Phil Collins „You can’t hurry love“ bis hin zu „Bad Day“ von Daniel Powter. Dabei hatte „Sing For Fun“ am Samstagabend wahrlich überhaupt keinen schlechten Tag. Im Gegenteil: Der Queen-Titel „Don‘ stop me now“ passte da deutlich besser. Das Ensemble war in seiner Begeisterung kaum zu bremsen.

Tobias Burkardt war im Marbacher Schlosskeller in dreifacher Mission unterwegs: als Chorleiter, als Solist und als erster Geiger des Projekt-Streichquartetts. Zusammen mit „The JIC“ spielte er coolen und melodischen Jazz. Alle Titel stammten aus der Feder vom Kopf der Ludwigsburger Band, Christian Schega. Er ist zugleich Pianist, Komponist und Filmproduzent. Auch hier ist der Mix groß: Swing, Bossa, Pop, House, Samba. Am E-Bass brillierte Inge Mrotzek. Herausragend am Schlagzeug und den Percussions war ihr Mann Jürgen. Insgesamt war es ein ungewöhnlich zusammengesetztes Septett, das sein Publikum vom ersten Takt an begeisterte.

Im angenehm kühlen Schlosskeller gelang Gesangspädagogin Sarah Neumann ein kleines Kunststück: Sie formierte die gut 70 Zuhörer auf Anhieb zu einem Spontanchor. Der Canon „Es tönen die Lieder“ klappte sofort. Etwas geübt werden musste beim kongolesischen Folk-Song „Banaha“. Überhaupt keine Mühe hatten die Zuhörer beim bekannten Hit von Reinhard Mey „Über den Wolken“, den nun wirklich jeder kannte. So war das Konzert mit seinem abwechslungsreichen Programm tatsächlich zum Abheben gut. Die Musiker und Zuhörer waren beflügelt.

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