Logo

Ein Quereinsteiger, der auf kreative Ideen setzt

Der 37-jährige Tobias Möhle will Bürgermeister werden. Foto: privat
Der 37-jährige Tobias Möhle will Bürgermeister werden. Foto: privat
Tobias Möhle aus Rielingshausen bewirbt sich um das Bürgermeisteramt – Wichtig sind ihm die Themen Wohnen und Gewerbe

Marbach. Vom Industriemechaniker und Betriebsrat zum Bürgermeister: Keine Frage, Tobias Möhle wäre ein klassischer Quereinsteiger, sollten ihn die Marbacher zum neuen Rathauschef wählen. Dass er nicht auf verwaltungsspezifische Vorkenntnisse verweisen kann, schreckt den 37-jährigen Rielingshäuser nicht: „Die langjährige Arbeit und Erfahrung als Interessensvertreter der Beschäftigten kann beim Quereinstieg in die Kommunalpolitik hilfreich sein.“

Was hat den stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden im Schwieberdinger Bosch-Werk bewogen, seine Bewerbung abzugeben? Möhle findet, dass das Amt des Bürgermeisters die Möglichkeit bietet, „die Stadt für uns als Bürger spürbar und nachhaltig zu verändern.“ Es liege ihm am Herzen, „die pädagogischen Einrichtungen auszubauen, unser Stadtzentrum zu beleben, Unternehmen neue Perspektiven zu bieten, Bürgerinnen und Bürgern Raum zum Wohnen und Lebensqualität zu geben sowie die städtische Infrastruktur nachhaltig zu entwickeln. Hierfür möchte ich Verantwortung übernehmen.“

Im Gespräch mit unserer Zeitung sagt Möhle, dass er sich das Amt des Bürgermeisters ausschließlich in Marbach vorstellen und zutrauen würde, weil er hier aufgewachsen ist, verwurzelt sei. Der Rielingshäuser besuchte die Anne-Frank-Realschule, war im Turnverein und der Jugendfeuerwehr. Politisch aktiv betätigt hat sich der 37-Jährige bislang noch nicht, verweist aber darauf, dass er sich bereits während der Ausbildung zum Industriemechaniker für die Interessen seiner Kollegen starkgemacht habe. Seit 2010 ist Möhle Betriebsrat, seit 2012 übt er dieses Amt hauptamtlich aus: „Menschen motivieren, Strategien entwickeln, Interessenskonflikte lösen. Mit kreativen Ideen und im Team die Arbeitswelt mit den Beschäftigten zu gestalten, das bereitet mir seit über 17 Jahren große Freude“, erklärt der Kandidat, der keiner Partei angehört.

Dennoch reizt ihn der Posten im Rathaus, und dass er sich mit den aktuellen Themen in der Schillerstadt beschäftigt, zeigen weitere Schwerpunkte seiner Agenda: „Priorität lege ich auf Projekte im Bereich Wohnen, Innenstadtentwicklung, Gewerbe, Bildung und auf die Verkehrssituation. Die Zusage für die Gartenschau gemeinsam mit Benningen bietet hierfür genauso Möglichkeiten wie die Sanierung und Erweiterung des Literaturarchivs. Mit der Erschließung des Baugebiets Keltergrund in Rielingshausen muss auch die pädagogische und medizinische Versorgung vor Ort eine wichtige Rolle spielen“, erklärt der Rielingshäuser seine Ziele für den Stadtteil.

Eine „First Lady“ gäbe es im Fall von Möhles Wahl übrigens nicht, er ist ledig. Seine Freizeit verbringt er im Garten und/oder mit Freunden, fährt Rad oder renoviert die eigenen vier Wände.

Auch der 37-Jährige setzt – nicht zuletzt wegen der eingeschränkten Kontaktmöglichkeiten durch die Coronapandemie – auf die elektronischen Kanäle, um sich bekannt zu machen. Kurz vor Jahresende wurde seine Homepage www.teammoehle.de freigeschaltet, auf Instagram ist er unter #teammoehle zu finden.