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Rettungsorganisationen

Ein Treffen braucht frischen Wind

Die Jugendorganisationen von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk lernen sich kennen – nur wenige wollen dabei sein

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Jugendliche auf dem Parcours am Viadukt in Bietigheim: Hier galt es, Hindernisse zu überbrücken.Foto: Alfred Drossel

Ludwigsburg. Die Beteiligung hätte größer sein können, doch die Verantwortlichen sind zuversichtlich, dass die im vergangenen Jahr so hoffnungsvoll begonnene Begegnung der Jugendorganisationen von Technischem Hilfswerk, Jugendfeuerwehr und Jugendrotkreuz im nächsten Jahr wieder mehr Aufwind bekommt.

„Unser Aktionsziel für die Teilnehmer war, im Teamwork mit Spaß gemeinsame Stärken zu erkennen, miteinander zu kommunizieren und Ziele zu erreichen“, sagte Knut Ole Petters vom Bietigheim-Bissinger Ortsverband des Technischen Hilfswerks, der die Idee zu diesem Wettbewerb hatte. Zusammen an einem Strang zu ziehen und zu lernen, sich aufeinander verlassen zu können, war das Motto dieser Veranstaltung, die am Samstag zum zweiten Mal in Bietigheim-Bissingen am Viadukt stattfand.

Während im vergangenen Jahr rund 100 Teilnehmer aus den Jugendabteilungen des Katastrophenschutzes, zu dem die Jugendgruppe des THW, des Jugendrotkreuzes und der Jugendfeuerwehren gehören, teilgenommen hatten, kamen diesmal nur rund 40 Jugendliche und zwei Gruppen der Feuerwehren aus Korntal-Münchingen und Schwieberdingen. Das Jugendrotkreuz fehlte völlig, war aber mit einer Station vertreten.

Dennoch nahmen die anwesenden Jugendlichen am Samstag die Gelegenheit wahr, in gemeinschaftlichen Aktivitäten und bunt durchgemischten Gruppen kniffelige Aufgaben an den fünf Stationen unter Aufsicht und Anleitung zu lösen. Zu den Aufgaben gehörten zum Beispiel die Bergung und Rettung einer verletzten Personen aus einem künstlichen Tunnel und der Transport der Geretteten mit dem Schleifkorb durch unwegsames Gelände.

Was sonst Aufgabe der Feuerwehr ist, nämlich Löschangriffe zu realisieren sowie Wasser aus der Enz mit Pumpen zu entnehmen, mussten auch THW-Junghelfer üben. Herausfordernd war auch die Station, einen Weg über Tonnen zu legen.

Kreisjugendfeuerwehrwart Oliver Semmler aus Remseck begrüßte die Veranstaltung, weil sie Einblicke in die Aufgaben der anderen Rettungsorganisationen biete. Semmler will sich dafür einsetzen, dass sich im nächsten Jahr mehr Gruppen an der Aktion beteiligen. Der Jugendfeuerwehr gehören im Landkreis rund 900 Jugendliche an. Das Jugendrotkreuz zählt im Kreisverband Ludwigsburg etwa 1 100 Jugendliche, weiß Jennifer Klavs, die im Kreisverband für das Jugendrotkreuz zuständig ist. „Wir wollen im nächsten Jahr mehr Werbung für diese Gemeinschaftsveranstaltung machen“, sagt sie nach der Veranstaltung.

Auch Jörg Schulze, THW-Ortsbeauftragter in Bietigheim-Bissingen, versicherte am Wochenende, dass seine Organisation an der Veranstaltung festhalten will. Den THW-Ortsverbänden Bietigheim-Bissingen und Ludwigsburg gehören knapp 100 Jugendliche an. Zur Verpflegung hatte das THW seine Gulaschkanone aufgefahren.