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Eine eigene Stromleitung nur mit Genehmigung

In Altbauwohnungen entspricht die vorhandene Elektroinstallation nicht immer den individuellen Bedürfnissen des Mieters. Wer zusätzliche Steckdosen, Lichtschalter oder Lampenanschlüsse benötigt, sollte allerdings zuvor eine Genehmigung des Vermieters einholen, erklärt der Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland. Sollten die Kabel unter Putz verlegt werden, stellt dies einen Eingriff in die Bausubstanz dar, wofür immer die Zustimmung des Vermieters benötigt wird. Aber auch wenn die Kabel oberhalb des Putzes verlegt werden sollen, muss der Vermieter zuvor gefragt werden. Denn gerade in Altbauten können zusätzliche Steckdosen oder Anschlüsse zu einer Überlastung des hausinternen Stromverteilungsnetzes führen. Der Vermieter kann seine Erlaubnis davon abhängig machen, dass der Mieter für einen späteren Rückbau eine zusätzliche Kaution hinterlegt.

Ludwigsburg. Ein Anspruch auf zusätzliche Steckdosen besteht nur in Ausnahmefällen, wenn die vorhandene Installation unter dem üblichen Standard für vergleichbare Wohnungen liegt.

Wichtig zu beachten ist, dass, auch wenn die Erlaubnis des Vermieters vorliegt, die Elektroarbeiten durch Fachfirmen vorgenommen werden müssen. Unsachgemäße Eigeninstallationen stellen nämlich eine Gefahr für den Mieter und die übrigen Bewohner des Hauses dar. Sollte hierdurch jemand zu Schaden kommen oder ein Brand ausbrechen, haftet der Mieter. (tmn)