Logo

Eine Trainingswoche als Novum

Die Steelers kehren nach fünf spielfreien Tagen aufs Eis zurück. Gegen die Eispiraten Crimmitschau steht für das Team von Trainer Daniel Naud Wiedergutmachung nach einer bitteren 0:6-Klatsche auf dem Plan. Positiv stimmt den Bietigheimer Trainer die ausgiebige Trainingswoche.

Trainer Daniel Naud ist zufrieden mit der bisherigen Saisonausbeute. Foto: Baumann
Trainer Daniel Naud ist zufrieden mit der bisherigen Saisonausbeute. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Fünf Tage ohne Spiel und die ganze Mannschaft an Bord. Daniel Naud, der Trainer des Eishockey-Zweitligisten Bietigheim Steelers, muss lange zurückdenken, wenn er sich an einen solchen Zustand erinnern möchte. „Wir hatten eine normale Woche mit drei Tagen normalem Training. Das hatten wir monatelang nicht“, sagt der 58-jährige Kanadier vor der Partie am Dienstagabend Abend (20 Uhr) gegen die Eispiraten Crimmitschau in der Bietigheimer EgeTrans-Arena.

Ein dichter Spielplan und etliche Coronafälle im eigenen Team hatten den ohnehin schon straffen Zeitplan der Steelers im vergangenen Jahr noch weiter durcheinandergebracht. Zuletzt wurde auch die Partie am vergangenen Sonntag bei den Löwen Frankfurt wegen positiver Tests bei den Hessen abgesagt.

So konnte Naud nach langer Zeit wieder im Training an seinem Team feilen. Nach der jüngsten 0:6-Niederlage bei den Lausitzer Füchsen war das auch notwendig. „Wir haben nicht gut agiert“, blickt Naud auf die Pleite vom 30. Dezember zurück. „Qualitativ hatten wir aber genau so viele Chancen wie der Gegner, die haben aber mehr Kapital daraus geschlagen“, so Naud weiter. Zudem habe man selbst zu viele einfache Fehler gemacht.

Rang zwei in greifbarer Nähe

Sein Team steht derzeit auf dem sechsten Tabellenplatz, hat allerdings nur zwei Punkte Rückstand auf den EHC Freiburg auf Rang zwei, der zudem eine Partie mehr absolviert hat. „Die Tabelle ist momentan nicht relevant“, sagt Naud und bemüht eine oft gehörte Sportfloskel: „Am Ende der Saison wird abgerechnet.“

Dennoch sei er zufrieden damit, wie die Spielzeit bisher lief. Trotz schwieriger Umstände haben die Steelers den Anschluss an die Spitze gewahrt. „Wir hatten die Coronapause, Spiele mit nur zwei Ausländern gespielt, teilweise nur 13 Spieler im Kader und Spieler, die monatelang angeschlagen waren – und trotzdem stehen wir da oben“, sagt Naud.

Gegen Crimmitschau, mit 24 Zählern aus 18 Partien derzeit auf Rang acht der DEL2, erwartet Naud einen offensivstarken Gegner. „Wir müssen die Defensive stabilisieren“, moniert er nach der jüngsten Klatsche. Im Tor stehen ihm weiterhin nur Cody Brenner und Leon Doubrawa zur Verfügung. Keeper Jimmy Hertel wird laut Naud nicht im Kader stehen, wenngleich er immerhin ins Training zurückgekehrt ist.

Autor: