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Einigung zwischen Familie und Landratsamt: Hessigheimer BMX-Bahn darf vorerst bleiben

Aus Erdhügeln errichtet: die BMX-Bahn in Hessigheim. Foto: Holm Wolschendorf
Aus Erdhügeln errichtet: die BMX-Bahn in Hessigheim. Foto: Holm Wolschendorf

Hessigheim. Die von Hessigheimer Kindern angelegte BMX-Bahn kann noch weitere zwei Jahre genutzt werden. Erst dann muss sie auf Anordnung des Landratsamts zurückgebaut werden, weil sie in einem Landschaftsschutzgebiet liegt. Die Familie Burk ist erleichtert, dass das lange Hin und Her nun ein Ende hat.

Wie berichtet, hatten die Brüder Paul, Emil und Erich Burk mit anderen Dorfkindern auf einer Wiese der Familie Erdhügel als BMX-Bahn aufgehäuft und aus Erde eine Kurve geformt. Das wurde anonym beim Landratsamt angezeigt. Da sich das Grundstück innerhalb des Landschaftsschutzgebietes Neckartal befindet, forderte die Behörde die Familie zum Rückbau auf. Diese Entscheidung war bei vielen unserer Leserinnen und Leser auf Unverständnis gestoßen, wie die zahlreichen Zuschriften belegen. Die Familie und die Behörde trafen sich daraufhin vor Ort, um die Sache zu besprechen und verschiedene Möglichkeiten auszuloten.

„Spagat zwischen Rechtssicherheit und menschlichem Verständnis““

„Wir können sehr gut verstehen, dass die Kinder in Hessigheim großen Spaß auf der BMX-Anlage haben, und wollen niemandem den Spaß verderben“, sagt Dr. Christian Sußner, Dezernent für Umwelt und Technik im Landratsamt. Trotzdem sei die Behörde, nachdem es eine Anzeige gegeben hatte, verpflichtet, zu handeln. In einem Landschaftsschutzgebiet sind solche Anlagen laut Naturschutzgesetz nicht erlaubt. „Wir befinden uns hier in einem Spagat zwischen Rechtssicherheit und dem menschlichen Verständnis“, räumt Sußner ein.

Familie muss keine Verwaltungsgebühren zahlen

Jetzt haben sich die Familie und das Landratsamt geeinigt. Die Anlage kann noch weitere zwei Jahre von den Kindern genutzt werden und muss danach zurückgebaut werden. Auch fallen dafür für die betroffene Familie keinerlei Verwaltungsgebühren an. „Wir sind der Familie so weit wie möglich entgegengekommen. Ich denke, dass wir mit der Einigung einen guten Kompromiss gefunden haben“, so Sußner. Im Gespräch mit unserer Zeitung sagt Mutter Stephanie Burk, dass sie erleichtert seien, dass die Sache nun ein Ende habe. Mit ihrer Familie habe sie die verschiedenen Optionen besprochen und sich dann auf den öffentlich-rechtlichen Vertrag geeinigt, da er keine Kosten nach sich ziehe.