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Er will „für dieses Amt brennen“

Edwin Kubotat will Bürgermeister in Marbach werden.Foto: privat
Edwin Kubotat will Bürgermeister in Marbach werden.Foto: privat
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Edwin Kubotat möchte Jugendhaus in die Stadt holen und Kino wiederbeleben

marbach. Als studierter Ethiker und Philosoph hat Edwin Kubotat seine ganz eigene Sicht auf die Politik – im Großen wie im Kleinen. Unter Politik versteht der 51-Jährige weniger die Überlegung, mit welcher Strategie sich welches Ziel erreichen lässt, vielmehr bewege ihn „die Frage der Gerechtigkeit in allen Bereichen.“ In diesem Sinne sei er schon immer ein politischer Mensch gewesen, erklärt der Benninger, der sich eng mit Marbach verbunden fühlt: Seit 30 Jahren ist er vor allem kulturell in der Schillerstadt aktiv, hat hier Theater gespielt und sich im Kulturverein „Südlich vom Ochsen“ engagiert. In Ludwigsburg hat er außerdem die erfolgreiche Reihe der Poetry Slams mitgegründet, den Umbau des Scala aktiv mitgestaltet, erklärt Edwin Kubotat.

Und nun Bürgermeister? Das ist für den 51-Jährigen kein Widerspruch. Es mache ihm großen Spaß, mit vielen Menschen im Austausch zu stehen und: „Als Ethiker lernt man, die Anliegen anderer wertfrei nebeneinander zu stellen und sich für ihre Ziele einzusetzen. Und als Philosoph verliere ich dabei nicht den Blick für das große Ganze dieser Welt aus den Augen.“

In der Kleinstadt Marbach würde der dreifache Vater und bald zweifache Großvater einiges anders machen: Das alte Kino in der Güntterstraße, das zuletzt aus Brandschutzgründen für Veranstaltungen geschlossen wurde, würde Kubotat gerne renovieren und hier Bands oder Kulturinitiativen Auftrittsmöglichkeiten schaffen. Einen „Treffpunkt für Jung und Alt“ mitten in der Stadt fände der Kandidat zudem erstrebenswert, denn immer wieder höre er die Klage, dass „bei uns nichts los ist“. Dieses „Kulturzentrum“ möchte Kubotat im jetzigen Rathaus aufziehen, sobald der Neubau gegenüber fertiggestellt ist; wenn der Platz dort nicht ausreicht, hätte der 51-Jährige auch kein Problem mit der Vorstellung, die Verwaltung andernorts unterzubringen – sie müsse nicht zwangsläufig im Ortskern arbeiten. In der Innenstadt sollte aus einer Sicht dagegen das Jugendhaus wieder Platz finden. Angesichts der großen Zahl von Schülern in Marbach sei das Jugendhaus am Leiselstein „sehr klein“.

Kritik übt der Dozent zudem an der schlechten Anbindung des Neckars an die Stadt, „da gibt es keine vernünftigen Wege hinunter.“ Dabei könne er sich mehr Angebote als zwei Vereinsdomizile und einen Biergarten am Fluss vorstellen. Auch eine bessere Integration der Angebote des Deutschen Literaturarchivs ins städtische Leben, eine engere Zusammenarbeit der Institution mit den Schulen wäre nach seinem Gusto: „Da müssen wir weg vom Nebeneinander zu einem Miteinander.“

Die Broschüre mit seinen Wahlzielen hat Kubotat unter den Titel „Wir sind Edi“ gestellt. Was dahinter steht, erklärt der 51-Jährige so: „Ein Bürgermeisteramt ist etwas, in das man hineinwächst, für das man sich leidenschaftlich einsetzt. Etwas, das sich letztendlich auch auf den eigenen Charakter auswirkt, weil man sich mit den Bürgern für die Bürger einsetzt. Kurz gesagt: Man lebt den Bürgermeister. Und das ist mit meinem Slogan gemeint: Ich werde für dieses Amt brennen und mich in allen Belangen klug und leidenschaftlich einsetzen.“

Per E-Mail ist der Kandidat erreichbar unter buergermeisterkubotat@gmx.de, auf Facebook unter Edwin Neil Kubotat und auf Instagram auf edwinneilkubotat.