Logo

Erst der Plan und jetzt die Weiterentwicklung

Teil der Möglinger Entwicklungsoffensive: Ein Fahrdienst für Bürger. Archivfoto: Oliver Bürkle
Teil der Möglinger Entwicklungsoffensive: Ein Fahrdienst für Bürger. Archivfoto: Oliver Bürkle
Vor vier Jahren wurde in Möglingen ein Gemeindeentwicklungsplan auf den Weg gebracht. Stück für Stück sollten die Projekte umgesetzt werden. Jetzt wird der Plan fortgeschrieben.

Möglingen. Vor vier Jahren wurde der Aufbruch gewagt. Mit der neuen Bürgermeisterin Rebecca Schwaderer sollte eine Bestandsaufnahme über die Situation im Ort gemacht und daran anschließend nach Lösungen gesucht werden – alles entsprechend der finanziellen und personellen Ressourcen. Und diese ließen in den vergangenen vier Jahren einiges zu: So wurde ein Bürgerfahrdienst eingerichtet, auch um den Ortsteil Löscher näher an den Ort heranzurücken und älteren Menschen eine bessere Möglichkeit zu geben, zum Arzt in Möglingen zu kommen. Außerdem wurde der Kunstrasenplatz saniert, damit die Vereine wieder richtig trainieren und Wettkämpfe machen können. Ein neuer Jugendraum wurde im Kraftwerk eingerichtet und ein Blockheizkraftwerk (BHKW) für den Schul- und Sportcampus gebaut.

Aber nicht alle Projekte gingen gut aus. So wurde ein neuer Aufenthaltsort für Jugendliche geschaffen. Dieser musste in der Zwischenzeit aber wegen des andauernden Vandalismus wieder geschlossen werden.

Erfolgreicher waren da schon die zahlreichen Blühflächen, die in den vergangenen Jahren angelegt wurden. Zudem wurde nach langen Auseinansetzungen mit dem Landratsamt erreicht, dass eine Tempobeschränkung von 40 Stundenkilometer auf den Kreisstraßen auf der Gemarkung gilt. Auch in Sachen Unterhaltung hat sich etwas getan. Inzwischen gibt es das Möglinger Plätzle. Das ist eine kleine Hocketse vor dem Rathaus, die von den Bürgern immer mehr angenommen wird – allerdings in den vergangenen eineinhalb Jahren wegen Corona weitgehend ausfallen musste.

Und mit der Ansiedlung eines Drogeriemarktes ist man auch weitergekommen. Die Baugenehmigung ist erteilt und im Frühjahr soll mit dem Bau des neuen Marktes begonnen werden. Auch für den Nachwuchs wurde einiges getan. Im Löscher wird aktuell ein neues Kinderhaus mit Familienzentrum gebaut. Ein solch großes Projekt hat seinen Preis: 5,9 Millionen Euro soll der Neubau kosten. Er wird Mitte 2022 fertig sein. Die Gemeinde hofft, dass sich mit dem Neubau an dieser Stelle ein neuer Mittelpunkt in dem Ortsteil entwickelt.

Jetzt wird der Gemeindeentwicklungsplan fortgeschrieben. Es soll dabei eine neue Bestandsaufnahme gemacht und nachgeschaut werden, ob die bisherige Priorisierung der Vorhaben noch stimmt. „Vielleicht benötigen wir manche Dinge gar nicht mehr und brauchen jetzt ganz andere Projekte“, sagt Antje Spöri von der Gemeindeverwaltung bei der Vorstellung.

Bereits vor vier Jahren hat die Firma Imakomm Akademie die Aufgabe übernommen, einen solchen Plan gemeinsam mit den Bürgern, dem Gemeinderat und der Verwaltung aufzustellen. So soll es auch dieses Mal sein. Das Unternehmen hat ein solches Vorhaben zum Preis von knapp 20000 Euro angeboten. Dem stimmte der Gemeinderat ohne Gegenstimme zu.