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Erste Einblicke in die neue Schule

Von vier Baukränen auf der Baustelle der neuen Oscar-Paret-Schule in Freiberg konnte einer bereits wieder abgebaut werden. Bis zum Jahresende, wenn der Rohbau fertig sein soll, kommen auch die anderen drei weg. Es geht voran beim größten Schulbauprojekt im Landkreis Ludwigsburg.

Der Rohbau des ersten Gebäudetrakts ist fertig, das Gerüst wurde abgebaut. Stefan Kegreiß zeigt auf den langen Flur im Erdgeschoss. Gemeinsam mit seinem Kollegen Uwe Straub (rechts) führt er in den Raum, der später die Mensa beherbergen wird. Fotos:
Der Rohbau des ersten Gebäudetrakts ist fertig, das Gerüst wurde abgebaut. Stefan Kegreiß zeigt auf den langen Flur im Erdgeschoss. Gemeinsam mit seinem Kollegen Uwe Straub (rechts) führt er in den Raum, der später die Mensa beherbergen wird. Foto: Ramona Theiss
Der Rohbau des ersten Gebäudetrakts ist fertig, das Gerüst wurde abgebaut. Stefan Kegreiß zeigt auf den langen Flur im Erdgeschoss. Gemeinsam mit seinem Kollegen Uwe Straub (rechts) führt er in den Raum, der später die Mensa beherbergen wird. Fotos:
Der Rohbau des ersten Gebäudetrakts ist fertig, das Gerüst wurde abgebaut. Stefan Kegreiß zeigt auf den langen Flur im Erdgeschoss. Gemeinsam mit seinem Kollegen Uwe Straub (rechts) führt er in den Raum, der später die Mensa beherbergen wird. Foto: Ramona Theiss
Der Rohbau des ersten Gebäudetrakts ist fertig, das Gerüst wurde abgebaut. Stefan Kegreiß zeigt auf den langen Flur im Erdgeschoss. Gemeinsam mit seinem Kollegen Uwe Straub (rechts) führt er in den Raum, der später die Mensa beherbergen wird. Fotos:
Der Rohbau des ersten Gebäudetrakts ist fertig, das Gerüst wurde abgebaut. Stefan Kegreiß zeigt auf den langen Flur im Erdgeschoss. Gemeinsam mit seinem Kollegen Uwe Straub (rechts) führt er in den Raum, der später die Mensa beherbergen wird. Foto: Ramona Theiss

Freiberg. „Nehmen Sie sich 1,5 bis zwei Stunden Zeit“, sagte der Erste Beigeordnete der Stadt Freiberg, Stefan Kegreiß, als er zum Rundgang über die Baustelle einlud. Spätestens vor Ort wird schließlich klar, warum die Besichtigung kein Sonntagspaziergang wird. Groß und mächtig präsentiert sich der Neubau der neuen OPS schon beim äußeren Anblick. Im Innern der Schule erscheinen die Dimensionen noch viel beeindruckender. Unzählige Räume, lange Gänge, große Lichthöfe und viele Treppen lassen das Gebäudeensemble wie ein riesiges Labyrinth erscheinen. Doch Stefan Kegreiß und Uwe Straub von der Stabstelle Entwicklung Stadtzentrum kennen sich hier bestens aus.

Los geht die Führung im nördlichen Gebäudeteil, wo neben der Mensa und der Küche die beiden Musiksäle und in den Obergeschossen die Jahrgangsstufen 5 und 6 untergebracht werden. Das Gerüst wurde hier bereits abgebaut, der Kran kam am vergangenen Donnerstag weg. „Bis Anfang Dezember sollen auch die anderen Kräne abgebaut sein“, gibt sich Kegreiß zuversichtlich. Schließlich läuft es nach anfänglich immensen Problemen mit der Baufirma Wolfer & Goebel mittlerweile rund auf der Baustelle.

Und schon geht es rein in die künftige Mensa. Bis zu 200 Schüler können hier täglich pro Schicht mit Mahlzeiten versorgt werden, drei Schichten hintereinander sind möglich. Dunkel ist es hier, das Tageslicht versorgt vorwiegend die beiden angrenzenden Musiksäle. Das war von den Planern so gewollt, schließlich werden in der Mensa auch Veranstaltungen stattfinden, die eine Abdunkelung erfordern. Durch die Nähe zu den Musiksälen ist gleichzeitig ein schneller Zugriff auf Instrumente und Lautsprecheranlage möglich. Auffällig sind einige kleine Nischen in einer Längswand der Mensa. Stefan Kegreiß klärt auf: „Hier entstehen digitale Vitrinen mit Informationen für die einzelnen Jahrgänge.“ Eine Vitrine zusätzlich – sozusagen als Reserve – wird es geben, falls es irgendwann wieder einen G9-Zug in der Schule geben wird.

Von der Mensa führt ein großer Ausgang zum Schulpark, der unter anderem für die Pausen genutzt werden kann. Kegreiß und Straub führen aber weiter durch einen unendlich weiten Flur, welchen der Erste Beigeordnete als Erschließungsarm bezeichnet. Er verbindet nicht nur die einzelnen Teile des Gebäudes. Über ihn gelangt man auch in die einzelnen Räume wie das Lehrerzimmer, die Schulverwaltung und die Fachklassenräume für Fächer wie Biologie, Chemie und Physik. Beim langen Marsch kommt man immer wieder an Lichthöfen vorbei, die für Helligkeit in dem Gebäudekomplex sorgen.

Aus einer Fensteröffnung erhascht man einen Blick auf die Württemberger Straße und die Stelle, wo der Busbahnhof geplant ist. Weil das Landratsamt und der Verkehrsverbund Stuttgart im Zuge der Fortschreibung des Nahverkehrsplans eine höhere Frequenz der Busfahrten anstreben, wird die Fläche hier nicht ausreichen. Wie im bestehenden Busbahnhof östlich des Rathauses waren an neuer Stelle nahe der Schule vier Haltestellen geplant. „Da wir damit rechnen, dass die Taktung erhöht wird oder mehr Busse fahren werden, soll eine Lösung mit sechs Haltestellen angestrebt werden“, so Kegreiß. Der neue Standort soll im Stadtzentrum sein; der genaue Bereich muss noch gefunden werden.

Wir verlassen das Gebäude an einem westlichen Ausgang und steigen auf den Erdwall zwischen Schule und Autobahn. Von hier hat man nicht nur einen hervorragenden Blick auf das Schulgebäude und die Tiefhöfe, die für die Pausen und den Unterricht genutzt werden können. Auch die begehbare Dachfläche im ersten Obergeschoss, auf dessen Höhe wir uns befinden, ist zu sehen. Die nur wenige Meter entfernt gelegene Autobahn ist kaum zu hören. Der Erdwall schluckt offenbar einiges von dem Lärm.

Wieder zurück im Schulgebäude, haben wir einen Blick auf das Regenrückhaltebecken. Hier wird das Regenwasser vom Schmutzwasser getrennt, um die Kläranlage zu entlasten. Und schon sind wir in der Tiefgarage, die Platz für 100 Autos und nochmals so viele Fahrräder bieten wird. Bereits im Januar können die Handwerker dort ihre Fahrzeuge parken. Weil die Baufirma geschludert hat, müssen an der Stelle auch noch fünf Stützpfeiler saniert werden. Von hier aus geht es weiter durch den Keller, von dem die Lehrkräfte ins Lehrerzimmer gelangen. Dorthin gehen auch wir jetzt. Es ist in etwa so groß wie die Mensa und laut Kegreiß „ein Quantensprung gegenüber der jetzigen Situation“. Aktuell müssten sich Lehrer dort mit Bistrotischen begnügen.

Auf dem Weg ins erste und zweite Obergeschoss blicken wir wieder in einen Innenhof, in welchem eventuell ein Seerosenteich realisiert werden soll. Unterwegs sehen wir einen Kran, der ringsum von Wänden umbaut ist. Davon gibt es laut Kegreiß gleich zwei. Sie ermöglichen so ein effizienteres Arbeiten und müssen nach Gebrauch per Autokran wieder abgebaut werden.

Im zweiten Stock schauen wir uns einen Jahrgangsbereich an. Er besteht wie alle anderen Jahrgangsbereiche aus neun Klassenzimmern und vier dazwischenliegenden Gruppenräumen. Sie können ebenso für den Unterricht genutzt werden wie die Flurbereiche zwischen zwei Lichthöfen. Um für Transparenz zu sorgen, ist jedes Klassenzimmer auch in Richtung Gebäudeinneres verglast. Jeder Jahrgangsbereich wird zudem über eine Schülerbibliothek und eine Toilette verfügen.

Bevor es auf den Rückweg geht, führt Kegreiß in ein Klassenzimmer, das der Autobahn am nächsten liegt. 40 Meter sind es von der Gebäudeecke zur Fernstraße. „Hier werden besondere Schallschutzfenster eingebaut“, sagt der Erste Beigeordnete. In diesem nördlichen Teil des Gebäudetrakts, werden die Fensterbauer voraussichtlich Anfang November loslegen.

Nach eineinhalb Stunden stehen wir – mit dem Bewusstsein, dass sich Schüler und Lehrer auf ihre neue Schule freuen können – wieder in der Mensa.

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