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Erster Partner für das neue Mehrwegsystem

Freude über die Partnerschaft (v.l.): Stadträtin Susanne Wichmann (Grüne), Stefanie Hassel und Susanne Ballack von der Tankstelle, davor Local-to-go-Gründerin Stefanie Fischer und Franziska Wunschik. Foto: Ramona Theiss
Freude über die Partnerschaft (v.l.): Stadträtin Susanne Wichmann (Grüne), Stefanie Hassel und Susanne Ballack von der Tankstelle, davor Local-to-go-Gründerin Stefanie Fischer und Franziska Wunschik. Foto: Ramona Theiss

Marbach. Die Stadt Marbach hat den ersten Projektpartner für die Einführung eines umweltfreundlichen Mehrwegsystems gefunden: Die Erste Beigeordnete Franziska Wunschik überreichte heute einen symbolischen Scheck an Stefanie Hassel von der Labag-Tankstelle in der Schillerstraße. Mit einmalig 250 Euro unterstützt die Kommune jeden Betrieb, der Speisen und Getränke künftig nicht mehr in Einweggeschirr oder Pappbechern ausgibt.

Damit es in der Stadt ein einheitliches System gibt und Becher sowie Schalen überall wieder zurückgegeben werden können, hat sich der Gemeinderat für „Local to go“ entschieden. Gründerin Stefanie Fischer erhofft sich von der ersten Partnerschaft in Marbach eine Signalwirkung für weitere Betriebe: „Wir sind mit einigen weiteren Interessenten im Gespräch.“

Stefanie Hassel und Susanne Ballack von der Labag-Tankstelle hat die Idee überzeugt: „Wir waren schon länger auf der Suche nach einer Mehrweglösung für unser Coffee-to-go-Angebot. Die ersten Kundenreaktionen zeigen ein breites Interesse.“

Die Einführung von „Local to go“ hat zwei Hintergründe: Zum einen geht es darum, Müll zu vermeiden, zum anderen tritt Anfang Juli die erste Stufe der Verpackungsnovelle in Kraft. „Jedes Unternehmen, das Speisen und Getränke zum Mitnehmen anbietet, muss sich früher oder später Gedanken zu diesem Thema machen“, erläutert Franziska Wunschik.

Dass die Gastronomie noch verhalten reagiert, ist für Citymanagerin Heike Büttner kein grundsätzlich schlechtes Zeichen. Die Lokale seien gerade mit der Wiederaufnahme des Betriebs nach der Zwangspause beschäftigt, aber Abhol- und Lieferservice würden sicher auch künftig eine Rolle spielen.

info: Informationen zur Förderung in Marbach erteilt Heike Büttner, citymanagement@schillerstadt-marbach.de; Anträge können noch bis 30. September gestellt werden.