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Fleißige Amselmama brütet erneut

Schon im vergangenen Jahr hat eine Amselfamilie Gerd Hesse und seine Frau verzückt. Im Mai wurde das Nest in einem Tannenbaum hinter ihrem Haus erneut von einem Amselpaar bezogen. Bereits zum zweiten Mal liegen nun Eier darin.

Drei grau-blau marmorierte Eier hat das Amselweibchen ins Nest gelegt ...
Drei grau-blau marmorierte Eier hat das Amselweibchen ins Nest gelegt ...
... jetzt brütet es zum zweiten Mal in diesem Jahr. Fotos: Gerd Hesse
... jetzt brütet es zum zweiten Mal in diesem Jahr. Foto: Gerd Hesse

FREIBERG. Gerd Hesse ist wie im Sommer 2019 einfach fasziniert davon, aus nächster Nähe Einblick in die Kinderstube der Vogelfamilie zu bekommen. Lediglich zwei Meter von der Terrasse entfernt, fühlen sich die Amseln offenbar pudelwohl. Gerd Hesse fotografiert das Geschehen rund um das Nest wieder täglich und dokumentiert das Heranwachsen des Amselnachwuchses. An seinen Beobachtungen lässt er – wie vor einem Jahr – die Leser unserer Zeitung gerne teilhaben.

Vorwiegend das Weibchen baute wie ein Weltmeister

In Windeseile sei das alte Nest am 24. Mai wieder aufpoliert worden, berichtet Hesse. „Vorwiegend das Weibchen baute wie ein Weltmeister.“ Schon am nächsten Tag sah er die Amselmama fleißig brüten. Am 31. Mai, als diese das Nest ganz kurz einmal verlassen hatte, fotografierte er drei grau-blau marmorierte Eier. Und nur einen Tag später lagen dann auf einmal vier Eier im Nest. Natürlich gibt es auch davon ein Bild.

Geschlüpft seien alle Vögelchen am 12. Mai. „Ich habe jeden Tag ein Foto gemacht, da die Amselmama immer mal einen Ausflug unternahm“, erinnert sich Gerd Hesse. Als der Papa dann kam, um auf die Kleinen aufzupassen, habe er sich nicht auf den Nachwuchs gesetzt wie das Weibchen. Stattdessen habe er nur auf dem Nestrand Platz genommen.

Als Gerd Hesse am Abend des 25. Juni von seiner Arbeit als Justizvollzugsbeamter im Gefängnis von Stuttgart-Stammheim nach Hause kam, war das Nest im Tannenbaum hinterm Haus auf einmal leer. Ein Vögelchen saß noch in der Tanne ganz in der Nähe der Brutstätte, ein anderes hatte es sich beim Nachbarn im Quittenbaum bequem gemacht. Das dritte Amseljunge ruhte sich neben dem Gartenhaus der Hesses aus. „Das vierte Vogelkind habe ich nicht gesehen. Ich hoffe nur, die Katze, die am Haus herumgelaufen ist, hat es sich nicht geschnappt und getötet“, sorgt sich Gerd Hesse.

Diese Wette hätte Gerd Hesse gewonnen

Nur wenige Tage später gab es eine dicke Überraschung: Am 27. Juni begann das Amselweibchen damit, das Nest wieder auszubauen. „Es flog quasi im Minutentakt mit neuem Baumaterial im Schnabel in unsere Tanne“, berichtet der Geisinger. Und er hätte darauf gewettet, dass die fleißige Vogelmama ein zweites Mal Eier legt.

Nun ja: Diese Wette hätte Gerd Hesse gewonnen. Am 4. Juli meldete er Vollzug: Das Amselweibchen hatte wie schon Ende Mai drei grau-blau marmorierte Eier in ihr Nest gelegt. Natürlich hielt Hesse auch dieses freudige Ereignis bei nächster Gelegenheit im Bild fest.

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