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Flexikit-B ist robust und reinigt sich von alleine

Technischer Ausschuss beschließt Anschaffung einer vandalismushemmenden WC-Anlage für den Bahnhof – Dach für südlichen Zugang

Edelstahl dominiert das Innenleben der WC-Anlage. Der Südzugang zum Bahnhof erhält noch ein Dach. Fotos: Stadt Freiberg
Edelstahl dominiert das Innenleben der WC-Anlage. Der Südzugang zum Bahnhof erhält noch ein Dach. Foto: Stadt Freiberg
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Freiberg. In der Umgestaltung des Freiberger Bahnhofbereichs ist ein weiteres Etappenziel erreicht. In seiner jüngsten Sitzung am Dienstagabend legte sich der Technische Ausschuss des Gemeinderats für die Gestaltung des Dachs über dem südlichen Zugang sowie für die Ausführung der Toilette fest.

Unter dem großen Dach des Bahnhofvorplatzes, wo künftig auch ein Kiosk seinen Platz bekommt, wird keine gewöhnliche Toilettenanlage entstehen. Vielmehr handelt es sich dabei um eine „vandalismushemmende, hygienisch hochwertige Einraum-WC-Anlage Typ Flexikit-B“. Unter dieser Bezeichnung stellte Kai Find vom Fachbereich Bauen Hochbau die Toilette vor. Kostenpunkt: 97270,50 Euro.

Laut Find handelt es sich dabei um ein Einbaumodul, das entweder umbaut oder in eine bestehende Behausung eingeschoben werden kann. Die zweite Variante wird in Freiberg zum Tragen kommen. Demnach sollen die Gebäude für den Kiosk und die Toilettenanlage auf der Nordseite des Bahnhofs bis Ende März 2021 errichtet werden. Das WC wird bis Ende April geliefert.

Aufgrund von zahlreichen Erfahrungen mit Vandalismus am Bahnhof haben sich Verwaltung und Stadträte dazu entschieden, die Gebäude in Massivbauweise zu errichten und mit einer robusten Fassade zu versehen. Auch die Toilettenanlage kann laut Kai Find „mit herkömmlichen Baumethoden“ nicht dauerhaft betrieben werden. Die WC-Anlage Flexikit-B sei „robust und vandalismushemmend“ und werde tausendfach in Deutschland unter anderem in Bahnhöfen und Autobahnraststätten betrieben. Weitere Vorteile der Toilettenanlage, die auch das Anforderungsprofil der Stadtverwaltung erfüllt: Sie ist aus Edelstahl, selbstreinigend und somit kostensparend. „Nach jeder Nutzung schließt die Toilette und wird durchgespült“, sagte Kai Find. Auch die Sitzbrille reinige sich von alleine. Die Anlage kann außerdem barrierefrei sowie gegen Bezahlung genutzt werden. Neben dem WC-Becken sind auch ein wasserloses Urinal, ein klappbarer Babywickeltisch und eine Notruf-Gegensprechanlage darin.

CDU-Stadtrat Stefan Goedeckemeyer sorgte sich in der Aussprache darum, dass die Baufirma, die für die Hülle der WC-Anlage sorgt, rechtzeitig fertig wird. „Ich möchte nicht, dass uns wegen Verzögerungen die Zuschüsse flöten gehen“, sagte er. Darauf antwortete Kai Find, dass die Anlage zur Not auch ohne die Behausung rechtzeitig in Betrieb genommen und somit für die Förderung abgerechnet werden könne. Sein Fraktionskollege Willi Zimmer lobte die Toilettenanlage. Wer viel unterwegs sei, sehe sie zuhauf. „Allein wegen dieser Toilette lohnt es sich, in Freiberg auszusteigen“, sagte Zimmer, bevor der Ausschuss einstimmig der Anschaffung zustimmte.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt stimmte der Technische Ausschuss einmütig der Planung für eine Überdachung der Treppe zur Unterführung auf der Südseite des Bahnhofs zu. Dabei soll die Dachform bezüglich der Geometrie an das große Dach auf der Nordseite des Bahnhofs angelehnt werden. Bei der Planung handelt es sich um eine verzinkte Stahlkonstruktion mit einer Überdachung aus Trapezblech. Verzinkte Gitterroste an der Unterseite sollen die Beleuchtung vor Beschädigungen schützen; zudem habe die Konstruktion keine geeignete Oberfläche für das Anbringen von Graffiti. Wie die WC-Anlage soll auch das Dach – Kosten: rund 165000 Euro – bis Ende April nächsten Jahres fertig sein.

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