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Fröhliche Feier mit Fahnenbier

Diese Feier war ein voller Erfolg: Der Neckar-Enz-Verein hatte am Samstagabend auf dem Festplatz am Wartturm zu seinem zweiten Sommerfestival geladen. Nach der langen Coronapause nahm das Publikum dieses Angebot dankbar an. Sogar ein eigens gebrauter Gerstensaft wurde ausgeschenkt.

Musik, Atmosphäre und Bewirtung – beim zweiten Sommerfestival des Neckar-Enz-Vereins stimmt alles. Von den Besuchern gibt es viel Lob für die Veranstaltung. Fotos: Andreas Becker
Musik, Atmosphäre und Bewirtung – beim zweiten Sommerfestival des Neckar-Enz-Vereins stimmt alles. Von den Besuchern gibt es viel Lob für die Veranstaltung. Foto: Andreas Becker
Musik, Atmosphäre und Bewirtung – beim zweiten Sommerfestival des Neckar-Enz-Vereins stimmt alles. Von den Besuchern gibt es viel Lob für die Veranstaltung. Fotos: Andreas Becker
Musik, Atmosphäre und Bewirtung – beim zweiten Sommerfestival des Neckar-Enz-Vereins stimmt alles. Von den Besuchern gibt es viel Lob für die Veranstaltung. Foto: Andreas Becker

BESIGHEIM. Für Marco Ziemer ist die Sache klar: „Nach Corona sind die Leute ausgehungert, die wollen wieder feiern“, sagt der stellvertretende Vorsitzende des Neckar-Enz-Vereins. Dass diese Aussage zutrifft, beweist schon die große Nachfrage nach den ausschließlich im Vorverkauf angebotenen Eintrittskarten für das Sommerfestival am Wartturm. „Sämtliche Karten waren an einem Tag vergriffen“, berichtet Edgar Braune, Sprecher des Neckar-Enz-Vereins. Die Besucherzahl wurde bewusst auf 230 begrenzt. Einerseits sind die Coronaauflagen für Veranstaltungen mit weniger als 300 Teilnehmern derzeit deutlich reduziert worden. Die Besucher müssen am Eingang ihre Kontaktdaten hinterlassen, auf dem Festivalgelände selbst darf aber ohne Masken gefeiert werden. „Jeder bringt sich ja seinen eigenen Stuhl mit, deshalb bleiben alle im Freundes- oder Familienverbund“, so Braune. Auch abgesehen von Corona sei kein weiteres Wachstum angestrebt, betont der Sprecher. „Sonst würde das Flair der Veranstaltung kaputtgehen.“

Tatsächlich haben die Mitglieder keine Mühen gescheut. Die Atmosphäre auf dem Festplatz erinnert an eine große Gartenparty. Nach Einbruch der Dunkelheit erleuchten unzählige in Büschen und Bäumen angebrachte Lichterketten und Lampions das Festivalgelände. Auf der Bühne gibt die Walheimer Band Jane’s Comrades Coversongs mit eigener Note zum Besten. Der letzte Auftritt liegt anderthalb Jahre zurück.

In der Coronazeit seien die Probemöglichkeiten stark eingeschränkt gewesen, erzählt Sängerin und Gitarristin Jana Abbt, die an diesem Abend von Pianist Roberto Saracino begleitet wird. Je nach Auftrittsort erweitert sich das Duo um einen Bassisten und einen Schlagzeuger. „Auf jeden Fall sind wir froh, dass wir hier spielen können“, sagt die Sängerin. „Nach der langen Pause geht es von null auf hundert, für uns und das Publikum.“ Später am Abend steht noch Ben Reichert auf der Bühne.

Bei den Besuchern stößt das liebevoll gestaltete Festivalgelände auf Begeisterung. „Dass man sowas nach Corona noch mal erleben darf“, freut sich beispielsweise Roberto Sampieri. „Ich bin erst seit ein paar Minuten da, aber mein erster Eindruck ist sehr gut. Gemütlich, eine schöne Location, einfach gut gemacht – von mir gibt es fünf Sterne für die Veranstalter.“

Er sei schon im vergangenen Jahr beim ersten Sommerfestival gewesen, meint Frank Neuenhaus. „Eine wunderschöne Location“, findet auch er. „Das Gesamtpaket stimmt, und auch das Bier ist wieder sehr gut.“ Für den Gerstensaft ist Vereinsmitglied Wolfgang Harsch zuständig, der sich mit einigen Freunden zur Besigheimer Braubruderschaft zusammengeschlossen hat. In ihrer Besigheimer Hausbrauerei haben die Brüder im Geiste ausgiebig experimentiert und eigens für das Sommerfestival das Fahnenbier kreiert.

„Ohne Bier keine Fahne“ lautet das Motto. Denn mit den Erlösen der Veranstaltung soll die drei mal vier Meter große Flagge erneuert werden, die der Neckar-Enz-Verein 2015 auf dem Wartturm hisste. Wind und Wetter setzen dem guten Stück zu, die Flagge muss einmal im Jahr ausgetauscht werden. Das Sommerfestival präsentiert sich auch nachhaltig. Um Abfall zu vermeiden, hat der Verein Mehrweggeschirr bei der Abfallverwertungsgesellschaft des Landkreises ausgeliehen, zudem steht ein vegetarisches Gericht auf der Speisekarte. Auch Renate und Wolfgang Kühnle sind begeistert. Nach dem Lockdown tue es einfach gut, wieder unter Leute zu kommen, so Renate Kühnle. „Das Fest ist einfach toll organisiert, die Atmosphäre wunderschön. Das wollen wir heute einfach mal genießen.“ Ausdrückliche Anerkennung zollt ihr Mann den Bemühungen der Braubruderschaft.

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