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Für Croatia ist es schon ein Endspiel

In der Fußball-Bezirksliga sticht am Sonntag das absolute Topspiel zwischen dem Zweiten Croatia Bietigheim und Spitzenreiter SV Kornwestheim heraus. Schon heute Abend (19.30 Uhr) kommt es im Abstiegskampf zum Derby zwischen dem TV Aldingen und dem SV Pattonville.

Mit harten Bandagen wurde im Hinspiel gekämpft, SVK-Torjäger Dominic Janzer (vorn) von Croatia-Verteidiger Nikolaos Tsiolakidis elfmeterreif in die Zange genommen. Foto: Baumann
Mit harten Bandagen wurde im Hinspiel gekämpft, SVK-Torjäger Dominic Janzer (vorn) von Croatia-Verteidiger Nikolaos Tsiolakidis elfmeterreif in die Zange genommen. Foto: Baumann

Ludwigsburg. „Jetzt haben wir unser Endspiel“, freut sich Trainer George Carter von Croatia Bietigheim auf den großen Showdown mit dem SV Kornwestheim. Deutlich beherrschen beide Teams in dieser Runde die Liga: Der SVK führt die Tabelle seit dem ersten Spieltag ununterbrochen an, Croatia übernahm nach sieben Spieltagen die Rolle des ersten Verfolgers und hat den zweiten Platz seither inne.

„Für uns ist es kein Endspiel. Ein Sieg für uns wäre aber wohl eine Vorentscheidung.“

Sascha Becker

„Ihre Patzer haben wir leider nie ausnutzen können“, blickt Carter zurück, dessen Team mit zwei Punkten Rückstand ins Spiel geht. „Verlieren wir, wäre Kornwestheim durch. Gewinnen wir, ist noch nichts entschieden“, schlussfolgert der Croatia-Coach, der den SVK als „die kompaktere und eingespieltere Mannschaft“ ansieht.

Sein Gegenüber Sascha Becker hat eine ähnliche Einschätzung: „Für uns ist es kein Endspiel. Ein Sieg für uns wäre aber wohl eine Vorentscheidung“, erklärt der SVK-Trainer, der großen Respekt von der hohen „individuellen Qualität Croatias im Offensivbereich“ hat. „Davon leben sie“, erklärt Becker. Personell sieht es bei beiden Topteams gut aus. Lediglich hinter dem Einsatz von Croatia-Torjäger Zvonimir Zivic steht ein kleines Fragezeichen. In Reihen des SVK darf man gespannt sein, wie sich Toptorjäger Dominic Janzer, der vorige Woche vier Tore zum 6:1-Sieg gegen Marbach beisteuerte, präsentieren wird. Das Hinspiel endete mit einem 3:0-Erfolg für die Salamanderstädter.

Flutlicht, Derby, Abstiegskampf – diese Stichworte prägen die heutige Partie zwischen dem TV Aldingen, der mit 29 Punkten aktuell den Relegationsplatz belegt, und dem Nachbarn SV Pattonville (34). Beide haben jedoch schon ein Spiel mehr als die Konkurrenz ausgetragen. „Wir sind in der Pflicht und wollen mit einem Sieg Pattonville wieder unten hineinziehen. Aldingen muss beben“, hoffft TVA-Coach Tobias Büttner auf viele Zuschauer und eine Reaktion seines Teams, das zuletzt in Leonberg herb enttäuschte.

„Ein 0:0 wird es sicher nicht geben“, ist Büttner überzeugt, denn in den Spielen beider Teams fielen bislang ligaweit die meisten Tore. Wesentlich gefestigter wirkte aber zuletzt der SVP, der seit sieben Spielen ungeschlagen ist. „Die taktische Grundordnung stimmt und wir finden uns in der Bezirksliga immer besser zurecht“, sagt dessen Coach Andreas Eschenbach, dessen Team mit einem Sieg wohl den Klassenerhalt so gut wie sicher hätte.

Noch tiefer im Tabellenkeller sind der Vorletzte FC Marbach (26) und Schlusslicht SGM Riexingen (20) zu finden, die direkt aufeinandertreffen. Während die Riexinger wohl nur noch theoretisch zu retten sind, darf man gespannt sein, ob die Marbacher Aufholjagd durch das 1:6 beim SVK in der Vorwoche nur unterbrochen oder beendet wurde.

Durchaus ein Hauch von Fußballhistorie liegt zeitgleich im Jahnstadion in der Luft, denn die im Sommer im MTV Ludwigsburg aufgehende Sportvereinigung 07 (31 Punkte) trägt gegen den TSV Merklingen letztmals ein Heimspiel an traditionsreicher Stätte aus. In 14 Tagen gegen Riet muss man dann wegen einer Veranstaltung auf den Kunstrasen ausweichen.

Mit Gialtsin Impraim, dessen Wechselsperre abgelaufen ist und der somit wohl der letzte Neuzugang in der 07-Historie sein wird, hat 07-Coach Toni Carneiro im Abstiegskampf gegen Merklingen eine zusätzliche Offensivkraft zur Verfügung.

Zudem spielen: FV Löchgau II – SV Riet (12 Uhr), TSV Heimsheim – FSV 08 Bissingen II, TSV Höfingen – TSV Schwieberdingen.

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