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Für Hunde gilt Leinenpflicht

Wer sich nicht daran hält, dem droht Bußgeld – Leserin berichtet

Besigheim. Ernestine Müller aus Besigheim steckt der Schreck immer noch in den Knochen. Was war passiert? Vergangenen November sei sie von einem Hund angesprungen worden, berichtet die Besigheimerin unserer Zeitung in einem Brief, und dadurch eine Treppe hinuntergestürzt. Seither sei nichts mehr wie vorher, die Angst, dass so etwas noch einmal passieren könnte, begleite sie überall, so Ernestine Müller. Zudem habe sie Alpträume.

Dabei wollte der Hund ihr eigentlich nichts Böses. Er schleckte ihr lediglich das Gesicht ab. Aber die Erfahrung, nach dem schmerzhaften Sturz am Boden zu liegen, derweil sich der Hund über ihr Gesicht beugte, habe sie traumatisiert, erzählt die Besigheimerin. Die von ihrem Hausarzt verschriebenen Medikamente und Therapien würden ihr zwar helfen, doch verursachten sie ihr auch Kosten.

Bis zu 1000 Euro Strafe sind möglich

Hätte der Vorfall verhindert werden können? Welche Vorschriften gibt es für Hunde in Besigheim? Unsere Zeitung ist diesen Fragen nachgegangen und hat dazu Sabine Keller, die Leiterin des Besigheimer Ordnungsamtes, befragt. „Im Stadtgebiet müssen Hunde angeleint werden“, erklärt Sabine Keller, „wer sich nicht daran hält, wird aufgefordert, seinen Hund an der Leine zu führen.“ Wer wiederholt ertappt werde, müsse mit einem Bußgeld rechnen. Denn seinen Hund auf öffentlichen Straßen und Gehwegen frei laufen zu lassen, stelle nach der Polizeilichen Umweltschutzverordnung der Stadt Besigheim eine Ordnungswidrigkeit dar. Wie hoch das Bußgeld ausfalle, richte sich nach dem „pflichtgemäßen Ermessen“ der Verwaltung. Generell könnten zwischen fünf und 1000 Euro für Ordnungswidrigkeiten als Strafe verhängt werden. Ein Fall für die baden-württembergische Polizeiverordnung über das Halten gefährlicher Hunde sei das Vorkommnis indes nicht, meint die Amtsleiterin. „Denn nur, weil ein Hund frei läuft, ist er nicht per se gefährlich.“