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Kreisliga A

„Fußball total“ beim AKV Ludwigsburg

Der AKV Ludwigsburg feiert souverän die Meisterschaft in der Kreisliga A. Nun kommt es in der kommenden Saison zum Ludwigsburger Derby mit dem MTV in der Bezirksliga .

Jubel nach getaner Arbeit: Der AKV Ludwigsburg feiert die Meisterschaft in der Kreisliga A1.Fotos: Baumann
Jubel nach getaner Arbeit: Der AKV Ludwigsburg feiert die Meisterschaft in der Kreisliga A1. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Wenn in der neuen Saison zwei Ludwigsburger Mannschaften in der Bezirksliga aufeinandertreffen, freut sich ein Mann ganz besonders: Mustapha El M‘Hassani. Der 35 Jahre alte Trainer des Aufsteigers AKV B.G. Ludwigsburg kann es kaum erwarten, als langjähriger Spieler von der Spvgg 07 Ludwigsburg auf seinen ehemaligen Verein zu treffen. „In den guten Zeiten habe ich dort Oberliga gespielt, ich kenne jeden Grashalm im Ludwig-Jahn-Stadion“, sagt El M‘Hassani. Auch wenn die 07-er in der kommenden Saison als MTV Ludwigsburg in der Bezirksliga antreten, ist das Derby für ihn etwas ganz besonderes. „Es ist eine große Sache, als Trainer zurückzukehren“, sagt er.

Erst im Winter hat El M’Hassani den AKV als Trainer übernommen. Von „Fußball total“ spricht er, wenn er auf seine Spielphilosophie angesprochen wird. „Pressing, Ballbesitz – ich kann es nicht leiden, wenn der Gegner den Ball hat. Nicht als Spieler und noch weniger als Trainer“, erzählt er.

15 gute Spieler als Grundlage

Das nötige Spielermaterial hat er bei dem Verein, der 1993 als Kulturverein gegründet wurde und seit 2014 auch eine Fußballmannschaft stellt, zweifelsohne. „Die Gegner in der Kreisliga A sind nicht so stark. Da reichen in der Regel zwei, drei oder vier richtig gute Spieler. Und wir haben 15 davon“, schwärmt er von seiner Mannschaft. Ermal Gashi und Angelo Coppola hebt er dabei besonders hervor.

Hinzu kommt ein gesunder Verein, der für die notwendigen Rahmenbedingungen sorgt. „Wir haben Sponsoren im Hintergrund, Leute mit Herzblut, die auch Geld in die Hand nehmen und das Gefühl haben, Spieler zu holen, die sich mit dem Verein schnell identifizieren“, sagt El M‘Hassani.

Zum Großteil Kosovaren spielen für den AKV. In der kommenden Bezirksliga-Saison hat man, trotz einer überzeugenden Meisterrunde mit zehn Punkten Vorsprung auf Platz zwei und zuletzt elf Siegen in Serie, keine zu hohen Ziele. „Als Aufsteiger will man erstmal in der Bezirksliga bleiben“, stapelt der Trainer tief. „Von einem Aufstieg zu reden, wäre unrealistisch.“ Auch dass er selbst nochmal die Fußballschuhe schnürt, schließt er bereits aus. „Da lasse ich mich nicht mehr überreden“, sagt El M‘Hassani – nicht einmal für einen Auftritt an seiner liebsten Spielstätte: „Auch nicht fürs Ludwig-Jahn-Stadion“, gibt er mit einem Lachen zu verstehen.

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