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Gastwirte der Ludwigsburger Eberhardstraße begrüßen Ausweitung der Außengastronomie

Den östlichen Gehweg auf der Eberhardstraße hat die Stadtverwaltung für Fußgänger gesperrt, damit Lokale dort Tische und Stühle aufstellen können. Die Gastwirte berufen sich bei der Ausweitung ihrer Außengastronomie auf die Erlaubnis der Stadtverwaltung.

Der östliche Gehweg auf der Eberhardstraße ist den Sommer über für Fußgänger gesperrt. Foto: Holm Wolschendorf
Der östliche Gehweg auf der Eberhardstraße ist den Sommer über für Fußgänger gesperrt. Foto: Holm Wolschendorf

Ludwigsburg. „Wir sind zufrieden mit der Entscheidung der Stadtverwaltung, die das so geregelt hat“, reagiert Gastwirt Peter Buhl auf die Berichterstattung in unserer Zeitung. Der Inhaber der „Post Cantz“ verweist darauf, dass die Gastronomen für die Sondernutzung der Außenflächen zahlen – auch wenn die Höhe der Abgabe gesenkt worden ist, um die von der Coronapandemie betroffene Branche zu entlasten.

„In Italien wäre alle froh“

„In anderen Ländern, wie zum Beispiel Italien, wären alle froh“, so Buhl. Dort würde man sich die Frage nach der Nutzung eines Gehweges für die Gastronomie nicht stellen. „Da werden selbst Parkplätze an Gastwirte vergeben, um Außenplätze zu schaffen“, gibt der Restaurantinhaber aus der Eberhardstraße zu bedenken. Er weist darauf hin, dass der Zugang zu den Geschäften weiterhin möglich sei. Außerdem biete der gegenüberliegende Gehweg viel Platz zum Flanieren. Dass einige Leute trotz der Verbotsschilder durch die Tischreihen laufen, kann er zwar akzeptieren. Allerdings seien darunter auch Menschen, die die Konfrontation suchen und sich darüber beschweren würden, dass der Durchgang zu schmal ist. Deshalb mache die Sperrung Sinn.

Was er von der Umwidmung der Eberhardstraße in eine verkehrsberuhigte Spielstraße hält, in der Autos nur Schritttempo fahren dürfen? „Für mich wäre das kein Problem“, sagt Buhl. Viele seiner Gäste fühlten sich ohnehin von vorbeifahrenden Autos gestört.

Gemeinderäte sind geteilter Meinung

Auch im Bauausschuss des Gemeinderats war die Situation in der Eberhardstraße ein Thema, nachdem die Stadträte davon in unserer Zeitung gelesen hatten. Es müsse eine Regelung gefunden werden, dass Fußgänger Platz auf den Gehsteigen haben, so Christine Knoß (Grüne). Es drehe sich nicht alles in der Innenstadt um die Gastronomie. Wilfried Link (CDU) stimmte zu. „Die Fußwege müssen für Fußgänger frei sein“, sagte er. Die Vergrößerung der Gastro-Außenflächen seien im Gemeinderat beschlossen worden, gab Margit Liepins (SPD) zu bedenken. „Das haben wir gemacht, um die Gastronomen zu unterstützen.“ Auch Jochen Eisele (FDP) warb für Nachsicht mit den Gastronomen und deren Unterstützung.

Wirtschaftsförderer Frank Steinert plädierte dafür, die Situation so zu belassen: „Es ist eine Bereicherung für die Eberhardstraße.“ Zudem sei der Gehweg ja nur im Sommerhalbjahr gesperrt. „Wenn wir Außengastronomie ermöglichen wollen, nimmt das immer auch öffentlichen Raum in Anspruch“, so Bürgermeister Sebastian Mannl. Es liege dann an der Stadt, das zu regeln.

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