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Gemeindehaus rückt an die Kirche

Erster Spatenstich für das Johannes-Brenz-Gemeindehaus in Tamm: Die Baukosten liegen bei rund 2,3 Millionen Euro. Foto: Alfred Drossel
Erster Spatenstich für das Johannes-Brenz-Gemeindehaus in Tamm: Die Baukosten liegen bei rund 2,3 Millionen Euro. Foto: Alfred Drossel
Mit dem symbolischen Spatenstich hat die evangelische Kirchengemeinde in Tamm den Bau ihres neuen Gemeindehauses begonnen.

Tamm. Der Posaunenchor intonierte „Großer Gott, wir loben Dich“. Sieben Spaten wurden am Dienstagabend in den Boden gedrückt. Die evangelische Kirchengemeinde baut jetzt ein neues Gemeindehaus, nachdem das alte, 50-jährige Gebäude abgerissen wurde, weil eine Sanierung unwirtschaftlich gewesen wäre. Mit der Stadt gab es einen Platztausch, damit der Neubau näher an die Kirche gerückt werden kann. Neben der kirchlichen Baustelle entsteht wie berichtet ein neuer Kindergarten der Kommune, zu dem vor einigen Wochen der Grundstein gelegt wurde.

Das neue Johannes-Brenz-Gemeindehaus solle ein offener und lebendiger Treffpunkt für alle Menschen in der Stadt werden, die Orientierung im Glauben suchten, sagte Pfarrer Christoph Bayer vor dem Spatenstich. Die Nähe zur Bartholomäuskirche werde neue Möglichkeiten für das Gemeindeleben bringen sowie Dienste und Veranstaltungen in Tamm konzentrieren.

Pfarrer Bayer, der am Sonntag von seiner Gemeinde in den Ruhestand verabschiedet wird, freut sich auf die Nachbarschaft. Er werde aufmerksam beobachten, wie die beiden Gebäude, Kindergarten und Gemeindehaus, miteinander wachsen. Es sei vier Jahre her, dass der Geländetausch verhandelt worden sei. Die damalige Gemeinde Tamm habe nach dem Motto „gute Nachbarschaft“ das Projekt sehr positiv begleitet.

Architekt Jörg Lindenberger erläuterte den zahlreichen Gästen die Pläne des Projekts. Herzstück des neuen Hauses, das sich auch optisch zur Kirche hin öffnen werde, sei der 130 Quadratmeter große Gemeindesaal. Insgesamt umfasse der Neubau 450 Quadratmeter Nutzfläche – eine Zahl, auf die der Oberkirchenrat bei der Planung bestanden habe. Das an der Ecke Silcher- und Kelterstraße stehende Gebäude werde ans städtische Nahwärmenetz angeschlossen und bekomme eine Photovoltaikanlage aufs Dach, betonte der Planer Lindenberger.

Die Baukosten liegen bei rund 2,3 Millionen Euro. Im Sommer 2024 soll das Johannes-Brenz-Haus dann fertig sein.