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Generelle Maskenpflicht kommt in der Ludwigsburger City

Die Stadt Ludwigsburg wird noch in dieser Woche eine generelle Maskenpflicht für die Innenstadt anordnen. Wer sich zwischen Bahnhof und Mastallcenter bewegt, muss dann einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Erster Bürgermeister Konrad Seigfried.
Erster Bürgermeister Konrad Seigfried.

Kreis Ludwigsburg. Erster Bürgermeister Konrad Seigfried kündigte gegenüber der Ludwigsburger Kreiszeitung an, dass die Stadt die angekündigten Maßnahmen, die im gesamten Kreis gelten sollen, noch einmal verschärfen will. „Es ist zum Teil nicht möglich, in der Innenstadt Abstand zu halten“, so Seigfried. Um eine klare Regelung zu finden, wann die Maske getragen werden muss, wird jetzt ein Bereich definiert, in dem das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes verpflichtend ist. Voraussichtlich wird dieser Bereich vom Bahnhof und Busbahnhof über die Myliusstraße, die Wilhelmgalerie und den Marktplatz sowie die beiden Fußgängerzonen bis hin zum Marstallcenter reichen. Im Moment wird der Bereich im Rathaus noch geprüft. „Bei uns sind die Zahlen höher als in manchen kleineren Kommunen im Kreis, so dass wir die Vorsichtsmaßnahmen erhöhen müssen“, erklärt Seigfried. Die Verfügung des Landrates ermögliche es den Kommunen, eigene Bereiche zu definieren, in denen die Maskenpflicht flächendeckend vorgeschrieben ist – unabhängig, ob der Abstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann oder nicht. Grundsätzlich gilt für Messen und Märkte eine Maskenpflicht. Damit ist auch der Ludwigsburger Wochenmarkt, wie alle anderen Wochenmärkte, nur mit Mund-Nasen-Schutz zu besuchen. Ob dies gekennzeichnet wird, liegt in der Verantwortung der einzelnen Kommunen.

Darüber hinaus will die Stadtverwaltung für einige Orte auch ein Alkoholverbot in den Abend- und Nachtstunden aussprechen. Dazu gehört auch der Akademiehof, an dem sich immer wieder junge Leute zum Feiern treffen. „Das sind die gefährlichen Hotspots“, so Seigfried, „dagegen müssen wir vorgehen.“

Zwar werde es keine Sperrstunde wie in Berlin geben. „Aber wir werden die Überwachung auch in den Gaststätten ausweiten.“ Dafür sei zusätzliches Personal vorgesehen. „Wir müssen jetzt streng sein, damit wir die Pandemie noch eindämmen können.“ Skeptisch ist der Bürgermeister gegenüber einer Maskenpflicht in den Schulen. „Das sollten die Schulgemeinschaften gemeinsam entscheiden, sonst gibt es großen Unfrieden“, schätzt er die Reaktion von Eltern und Lehrerschaft ein.

Der Remsecker Oberbürgermeister Dirk Schönberger lobt, „dass wir im Kreis an einem Strang ziehen und so kein Flickenteppich entsteht“. Remseck habe mit 141 Infizierten, wovon noch neun aktuell das Coronavirus in sich tragen, derzeit vergleichsweise niedrige Zahlen. „Trotzdem ist es wichtig, dass es bei den Maßnahmen keine Ausnahme und es keinen Party-Tourismus gibt.“ Die Städte und Gemeinden seien bei der Entscheidung sehr gut vom Landkreis eingebunden worden. Die verschärften Maßnahmen seien „hoffentlich ausreichend“.

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