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Grenzstein wieder aufgetaucht

Landschaftsgärtner Heiner Brosi befestigt den Grenzstein auf dem Sockel. Foto: Markus Pantle/p
Landschaftsgärtner Heiner Brosi befestigt den Grenzstein auf dem Sockel. Foto: Markus Pantle/p
Historische Markierung war Ende Januar aus Kälblingswald verschwunden: Unbekannter bringt sie zur Freude von Stadt und Denkmalpfleger zurück

Großbottwar. Der rund 100 Kilogramm schwere Grenzstein, der Ende Januar aus dem Kälblingswald verschwunden war, ist wieder da. Bereits am Donnerstagnachmittag hat ihn Markus Pantle, der sich für die Gemeinden Großbottwar und Oberstenfeld ehrenamtlich um die archäologische Denkmalpflege kümmert, wieder an seinem bisherigen Standort auf dem Sockel vorgefunden. Dort markiert der Stein mit der Nummer 70, auf dem zudem ein Storch und ein Jagdhorn zu sehen sind, nun wieder die Grenze zwischen Großbottwar und dem Steinheimer Teilort Höpfigheim.

Über das Verschwinden des Grenzsteins hatte zunächst die Stadt Großbottwar in ihrem Mitteilungsblatt informiert. Mitte vergangener Woche hatte zudem unsere Zeitung und dann noch ein regionaler Radiosender darüber berichtet. „Dadurch, dass der verschwundene Grenzstein nun in der ganzen Region Stuttgart bekannt war, fürchteten sich die Diebe wohl davor, ausfindig gemacht zu werden“, vermutet Markus Pantle. Vielleicht hätten sie aber auch ein schlechtes Gewissen bekommen.

Zuletzt hatte der rund 300 Jahre alte Grenzstein nur noch lose auf dem Sockel gestanden. Seine Rückkehr gab nun den Anstoß, ihn mit der Hilfe von Landschaftsgärtner Heiner Brosi wieder fest anzubringen. Zwei Holzpfähle zu beiden Seiten sollen den Stein zudem schützen, falls das daneben gestapelte Holz ins Rutschen kommen sollte.

Obwohl das Entfernen von Grenzzeichen eine Ordnungswidrigkeit darstellt, hatte die Stadt Großbottwar zunächst von einer Anzeige abgesehen und den Unbekannten aufgefordert, den Stein zurückzustellen. „Ohne Herrn Pantle wäre gar nicht so schnell aufgefallen, dass der Stein fehlt“, lobt Bürgermeister Ralf Zimmermann dessen Einsatz. „Wir sind froh, dass der Stein wieder da ist, denn es handelt sich dabei auch um ein kleines Kulturgut.“