Logo

Deutsche Eishockeyliga 2

Große Erleichterung bei den Steelers

Bietigheimer Eishockey-Zweitligist erhält doch die DEL2-Lizenz für die kommende Spielzeit – Strenge Auflagen zu erfüllen

Die Steelers-Fans können durchatmen. Auch in der kommenden Spielzeit gibt es in der Ege Trans-Arena Zweitliga-Eishockey zu sehen. Foto: Baumann
Die Steelers-Fans können durchatmen. Auch in der kommenden Spielzeit gibt es in der Ege Trans-Arena Zweitliga-Eishockey zu sehen. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Die Bietigheim Steelers werden auch in der kommenden Saison in der Deutschen Eishockey Liga 2 spielen. Die Steelers erhalten nun doch die Lizenz für Deutschlands zweithöchste Spielklasse – wenn auch unter strengen Auflagen, wie die Steelers und die Liga gestern mitteilten.

„Ich bin erleichtert und sehr froh“, sagte Volker Schoch gestern auf Nachfrage. Der Steelers-Geschäftsführer blickte auf turbulente Wochen zurück, nachdem dem vierfachen DEL2-Meister Anfang Juli die Lizenz für die neue Saison verweigert worden war. „Es waren intensive Wochen, in denen viel erzählt und geschrieben wurde. Wir haben aber unsere Hausaufgaben gemacht, haben die Lizenz und konzentrieren uns nun darauf, dass es losgeht“, so Schoch.

Zuvor hatten die Steelers es verpasst, fristgerecht ein Kapital in Höhe von 200000 Euro vorzuweisen. Erst mit Verspätung erklärte sich das städtische Unternehmen Wohnbau Bietigheim bereit, für diese Summe aufzukommen. Da den Steelers zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits die Lizenz verweigert worden war, musste nun ein Schiedsgericht über die Zukunft der Bietigheimer in der DEL2 entscheiden.

„In der Verhandlung vor dem Schiedsgericht der Deutschen Eishockey Liga wurden Versäumnisse der Bietigheim Steelers bei der Bearbeitung der Anforderungen zur Erteilung der Lizenz für die Saison 2020/2021 nochmals festgestellt“, hieß es gestern in einer Pressemitteilung der DEL2. „Aufgrund dieser wurden die Steelers mit einer hohen Geldstrafe belegt. Gleichzeitig wurden durch das Schiedsgericht jedoch auch die Anstrengungen des Standortes zur Erfüllung der Lizenzvorgaben gewürdigt. Infolgedessen und unter Abwägung aller Interessen riet das Schiedsgericht den Parteien dringend an, die Lizenz unter erweiterten und harten Auflagen für die Steelers zu gewähren“, so die Mitteilung weiter.

Als ein gnädiges Urteil empfand es Steelers-Geschäftsführer Schoch, der keine Angaben über die Höhe der Geldstrafe machen wollte, indes nicht: „Es ist ein vertretbares Urteil. Wir akzeptieren es und sind froh. Wir sind dabei und müssen uns nicht rechtfertigen, dass wir dabei sind.“

Planungssicherheit für die ganze Liga

Über die Planungssicherheit freute sich auch René Rudorisch, Geschäftsführer der DEL2: „Das ist in der aktuell ungewissen Zeit positiv für die Liga. Es ist gut, dass wir 14 Clubs für die kommende Saison lizenziert haben.“

Die Steelers müssen indes zu den bisherigen Anforderungen vonseiten der Liga zusätzliches frei verfügbares Kapital ohne Gegenleistung im mittleren sechsstelligen Bereich nachweisen sowie einen externen wirtschaftlichen Berater einsetzen, der die Sanierungsbemühungen der Steelers und das Einhalten kaufmännischer Prinzipien begleitet und überwacht.

„Dass die Steelers wirtschaftlich angeschlagen sind, ist zweifelsfrei. Es geht darum, wirtschaftliche Stabilität am Standort zu gewährleisten“, sagte Rudorisch. Man wolle nur Clubs die Lizenz erteilen, wenn diese wirtschaftlich auch ausreichend mit Kapital versorgt sind, um zu spielen.

Auch Schoch bemerkte: „Die wirtschaftliche Konsolidierung steht im Vordergrund – neben dem Sportlichen. Wir haben als ordentliche Kaufleute so zu arbeiten, dass die Auflagen erfüllt werden.“ Wo genau er ansetzen möchte, ließ er gestern noch offen. „Es geht nicht um Fehler. Heute überwiegen für mich Erleichterung und Freude“, so Schoch weiter.

Autor: