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Großprojekte auf der Zielgeraden

2020 ist für die kleine Gemeinde Erdmannhausen das Jahr, in dem drei große Projekte fertiggestellt werden, die zusammen mehr als zehn Millionen Euro kosten. Alle liegen nach Angaben der Verwaltung im Zeitplan.

Das Kinderhaus Zwergenland bietet 80 Kindern Platz, die ersten werden am 7. September erwartet .Foto: Holm Wolschendorf
Das Kinderhaus Zwergenland bietet 80 Kindern Platz, die ersten werden am 7. September erwartet . Foto: Holm Wolschendorf

Erdmannhausen. Am weitesten fortgeschritten ist nach den Worten von Bürgermeister Marcus Kohler der neue Kunstrasenplatz. Er soll schon in drei Wochen bespielt werden können; die Vereine würden dazu noch gesondert informiert, so Kohler jüngst im Gemeinderat. Allerdings hat die Gemeinde noch kein passendes Gerät, um den Platz zu pflegen. Der Gemeinderat muss deshalb in der kommenden Woche zu einer Sondersitzung zusammenkommen und über die Anschaffung entscheiden.

Der neue Platz wird gut eine Million Euro kosten. Zu Verzögerungen beim Bau des von den Sportlern in den örtlichen Vereinen nachdrücklich geforderten Platzes war es unter anderem wegen Fragen des Artenschutzes gekommen. Zuletzt hatte das schlechte Wetter im Februar noch für Verzug gesorgt und kippte den ursprünglich für Mai geplanten Eröffnungstermin. Die Fußballer konnten das verschmerzen, da wegen der Corona-Pandemie bis Juni nicht trainiert wurde und auch keine Spiele stattfanden.

Gleich nach den Herbstferien und damit Anfang November soll die neue Schulturnhalle in Betrieb gehen. Auch dieses Projekt, das die Gemeinde stolze fünf Millionen Euro kosten wird, liegt nun im Zeitplan. Ursprünglich wollte die Gemeinde den Ersatzbau für die in die Jahre gekommene alte Schultunhalle schon früher realisieren, wartete aber auf einen erklecklichen Landeszuschuss. Nach drei Jahren Warten dann die große Enttäuschung: Die Förderung vom Land fiel mit 256 000 Euro deutlich niedriger aus als erhofft. Die mittlerweile gestiegenen Baukosten fraßen die Zuwendung nahezu auf.

Die alte Halle, in der unter anderem die Heizung nicht mehr vernünftig funktioniert, soll abgerissen werden. Was an dem Standort entstehen soll, ist noch nicht entschieden. Im Raum stehen aber eine Mensa und mehr Platz für die Kernzeitenbetreuung. Der Gemeinderat wird sich zudem im September bei einer Klausurtagung mit der Schulerweiterung befassen.

Bleibt als letztes Großprojekt auf der Zielgeraden das Kinderhaus Zwergenland, das in direkter Nachbarschaft zur Halle auf der Schray und zum Jugendhaus in die Höhe gewachsen ist. Am 7. September sollen es die ersten Kinder in Beschlag nehmen, den ersten Elternabend gab es bereits gestern. Laut Marcus Kohler ist es auch gelungen, alle Erzieherinnenstellen zu besetzen. Ein Festakt ist am 24. September vorgesehen. Im nächsten Jahr sollen dann alle Bürger bei einem Tag der offenen Tür Gelegenheit haben, das neue Gebäude zu besichtigen.

Das Haus bietet Platz für immerhin 80 Kinder in zwei Krippen- sowie drei Kindergartengruppen und kostet rund 4,5 Millionen Euro. Das in Holzständerbauweise errichtete Gebäude ist besonders energieeffizient und deshalb gibt es hierfür nicht nur einen fast zinslosen Kredit, sondern auch zusätzliche Fördermittel.

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