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Hagel zwingt Sportflugzeug zur Notlandung in Ludwigsburg

Völlig demoliert: Das Unglücksflugzeug. Foto: Andreas Becker
Völlig demoliert: Das Unglücksflugzeug. Foto: Andreas Becker

Ludwigsburg. Ein Sportflugzeug musste am Sonntag zwischen Ludwigsburg-Neckarweihingen und Marbach zur Notlandung ansetzen. Die Maschine war in einen Hagelschauer geraten, was den Piloten zur Landung zwang.

Gegen 18 Uhr meldete die Polizei am Sonntag die Notlandung eines einmotorigen Sportflugzeugs zwischen Neckarweihingen und Marbach. Die beiden Schweizer Staatsangehörigen, der 64-jährige Pilot und sein 32-jähriger Sohn, blieben dabei unverletzt, die Maschine konnte sicher auf den Boden geführt werden. Allerdings musste sie ein halsbrecherisches Landemanöver hinlegen.

Die Maschine war auf dem Weg von Nürnberg nach Zürich als sie in einen kräftigen Hagelschauer geriet. Die Hagelkörner hatten dem Sportflugzeug so sehr zugesetzt, dass der Motor ausfiel. Die Hagelkörner verdellten zudem die Flügel und das Wetterradar.

Auch der Propeller wurde von den Hagelkörnern beschädigt, so dass er sich nicht mehr starten ließ. Völlig unmotorisiert konnte die Maschine vom Typ Silver Eagle nicht bis zum nächsten Flughafen in Pattonville geflogen werden, berichtet der Pilot unserem Fotografen vor Ort. Außerdem hätte über bewohntes Gebiet geflogen werden müssen - eine viel zu gefährliche Aktion mit einem ausgefallenen Motor.

Dem Piloten blieb nichts anderes übrig, als auf freiem Gelände notzulanden. Dabei musste er genau in die Lücke zwischen Hochspannungsleitungen und Boden zielen, ein riskantes Unterfangen, was dem Piloten, der über 40 Jahre Flugerfahrung hat, glücklicherweise gelungen ist.

Schlussendlich kam die Cessna auf dem asphaltierten Weg auf Neckarweihinger Gemarkung, Richtung Hörnle zum Stehen.

Noch am Abend rückte die Feuerwehr Ludwigsburg mit sechs Fahrzeugen und 22 Einsatzkräften aus, um den Treibstoff aus der Maschine zu pumpen. Der Schaden an der Cessna beläuft sich nach Polizeiangaben auf 110 000 Euro.