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Hilfe für Sterbende und Angehörige

Im oberen Bottwartal gibt es eine neue ökumenische Hospizgruppe – Gesucht werden ehrenamtliche Helfer

Oberes Bottwartal. Im oberen Bottwartal gibt es wieder eine ökumenische Hospizgruppe, deren Mitglieder Sterbende in ihren letzten Tagen begleiten und Angehörige entlasten. Ein erstes Treffen für alle, die ehrenamtlich mitarbeiten wollen, findet am 16. September in Großbottwar statt.

Die Neugründung einer Hospizgruppe im oberen Bottwartal ist bereits der zweite Anlauf. „Es gab schon mal eine Gruppe in Großbottwar und Steinheim, die sich aber wegen fehlendem Nachwuchs aufgelöst hat“, sagt Pfarrer Friedemann Kuttler im Gespräch mit unserer Zeitung; lediglich die Gruppe in Großbottwar ist noch intakt. Während sich die Gemeinden im unteren Bottwartal der ökumenischen Hospizinitiative des Landkreises angeschlossen haben, wollen die Gemeinden im oberen Bottwartal einen neuen Versuch wagen. Die neue ökumenische Hospizgruppe speist sich aus den evangelischen Kirchengemeinden Beilstein, Oberstenfeld. Großbottwar, Höpfigheim und Kleinbottwar. In Oberstenfeld ist auch der Krankenpflegeförderverein beteiligt. Weiterhin ist die evangelisch-methodistische Kirchengemeinde Beilstein mit im Boot sowie die katholische Kirchengemeinde St. Pius X.

„Die Bürgermeister aller beteiligten Kommunen unterstützen uns, sodass die Hospizgruppe nicht ausschließlich eine kirchliche, sondern auch eine kommunale Sache ist“, sagt Pfarrer Kuttler. Trägerin der Gruppe wird die Evangelische Kirchengemeinde Großbottwar sein, bei der alle ehrenamtlichen Mitarbeiter verwaltet werden.

„Ziel der Arbeit der ökumenischen Hospizgruppe oberes Bottwartal ist, Menschen auf ihrer letzten Wegstrecke zu begleiten und Angehörige in diesen schweren Stunden zu unterstützen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Verantwortlichen aller Kooperationspartner seien sich darin einig, dass es eine wichtige Aufgabe für die Gesellschaft ist, dass Menschen bis zuletzt nicht alleine sind, sondern auch in dieser Zeit jemanden an ihrer Seite haben, der für sie da ist.

Wer aber könnte das sein? „Da sind wir ganz offen!“, sagt Pfarrer Kuttler, „ alle, die sich für Hospizarbeit interessieren, sind eingeladen. Die Konfession spielt keine Rolle, auch das Alter nicht.“ Im Herbst wird ein kostenloser Qualifizierungskurs für Ehrenamtliche stattfinden, der als Voraussetzung für die Mitarbeit in der Hospizgruppe gilt. Der Kurs dauert ein halbes Jahr und umfasst rund hundert Stunden Schulung. Geleitet wir der von Friedhalm Nachtigal, Pfarrer in Höpfigheim und Großbottwar. Bei der Schulung erfahren die Teilnehmerunter anderem wie der Sterbeprozess abläuft, wie man Bedürfnisse Sterbender und ihrer Angehörigen erkennt, es geht aber auch um rechtliche Fragen.

Ein Informations- und Vorbereitungsabend findet am Mittwoch, 16. September um 18 Uhr im Großen Saal des Evangelischen Gemeindehauses Großbottwar in der Gartenstraße 1 statt. Der Besuch des Abends ist Voraussetzung für die Teilnahme am Qualifizierungskurs. „Wir freuen uns über alle, die sich für die Arbeit der Ökumenischen Hospizgruppe interessieren und sich ausbilden lassen“ heißt es in der Pressemitteilung.

Info: Nähere Informationen zum Qualifizierungskurs unter www.kirche-grossbottwar.de und bei Pfarrer Friedhelm Nachtigal, Telefon (07144 ) 21468, E-Mail: Friedhelm.Nachtigal@elkw.de.

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