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Hürdenlauf zum Benefizrennen

Charity Bike Cup trotz Einschränkungen: Bereits 700 Anmeldungen, 30000 Euro Spenden und Zusagen vieler Promis

Auch 2020 sollen wieder Hunderte Radler unterwegs sein. Archivfoto: privat
Auch 2020 sollen wieder Hunderte Radler unterwegs sein. Foto: privat

Ditzingen. Der Charity Bike Cup ist eine Traditionsveranstaltung, bei der es mitnichten nur darum geht, viele Kilometer zu fahren. Sondern auch, Radsport in die Fläche zu bringen, den Zuschauern mit Prominenten etwas zu bieten, und vor allem, benachteiligten Kindern zu helfen – und das ist es auch, weshalb es das Benefizrennen trotz vieler fehlender Elemente und lange bestehender Planungsunsicherheiten auch in diesem Jahr geben soll, und zwar am 4. Oktober rund um Heimerdingen.

„Wäre es nicht für einen wohltätigen Zweck, dann hätten wir vor zwei, drei Monaten schon die Reißleine gezogen“, sagt Organisator Patrick Betz von der Radsportakademie Bad Wildbad. Denn erst Anfang September stand, nach etlichem Hin und Her und Austausch von Dokumenten, das jährliche Sicherheitsgespräch mit den Behörden an und damit fest, dass der Charity Bike Cup erlaubt wird – wenn auch das nur unter dem Vorbehalt, dass sich die Infektionszahlen nicht deutlich verschlechtern. „Wir sind alle froh, dass der Termin Stand jetzt stattfindet und wir etwas Gutes für Kinder tun können.“ Zumal genau diese Gruppe am meisten unter den Folgen von Corona gelitten hätte.

Die diesjährige Auflage der Veranstaltung rund um Heimerdingen folgt zwar der bewährten Idee, aber neuer strikter Vorschriften. „Die Sicherheit aller Beteiligten hat absolute Priorität“, so Betz. Rad gefahren wird nach dem vertrauten Prinzip: Hobby-Radsportler gehen zusammen mit einem oder zwei prominenten Teamkapitänen auf die Strecke – in diesem Jahr aber sind die Starterfelder für das große Rennen über 76 und das kleinere am Mittag über 60 Kilometer auf je 500 begrenzt. Immerhin: Rund 700 Anmeldungen gibt es bereits insgesamt, was sich dank des Sponsors „Müller – Die lila Logistik“ auch auf die Spendensumme auswirkt, die bereits bei knapp 30000 Euro liegt. Und es kann noch mehr werden, denn noch sind weitere Anmeldungen möglich, allerdings ebenfalls in diesem Jahr nur online, und das auch nicht bis kurz vor Rennbeginn, sondern lediglich bis 1. Oktober.

Und auch bei den Prominenten ist die Nachfrage und der Wille zur Unterstützung groß. Zugesagt haben unter anderem bereits Fußball-Weltmeister Guido Buchwald, Tatort-Kommissar Richy Müller, seine Schauspiel-Kollegen Uwe Rohe und Thomas Maximilian Held, Nachrichtensprecher Marc Bator, der zweifache Hawaii-Ironman-Sieger Patrick Lange, Radsport-Sprint-Star André Greipel und viele mehr. „Das ist schon sensationell“, freut sich Patrick Betz.

Allerdings: Nahe kommen kann man den Promis nicht, zumindest nicht an den zentralen Stellen. Denn weder darf es ein Rahmenprogramm wie sonst am Vortag oder am Sonntag selbst – etwa im Durchfahrtsort Eberdingen – geben, noch sind aufgrund der gültigen Corona-Verordnung des Landes zusätzlich zu den 500 Teilnehmern Zuschauer im Start- und Zielbereich erlaubt. Für die Einhaltung der strengen Abstandsregeln sorgt diesmal auch ein Sicherheitsdienst, der die Ehrenamtlichen ergänzt, und in „sensiblen Bereichen wie den Ortsdurchfahrten Heimerdingen und Eberdingen sowie rund um das Sportgelände in Heimerdingen“ eingesetzt sein wird. Immerhin: Auch unter den Freiwilligen ist der Zuspruch groß, man habe keine Schwierigkeiten gehabt, unter dem festen Stamm an Vereinen wieder genügend Helfer zu finden, so Betz.

Und es ist wohl auch diese Unterstützung, die die Organisatoren, trotz aller Einschränkungen, auch sagen lässt: „Am 4. Oktober wird es tatsächlich nur um das Wesentliche gehen. Den Spaß am Sport und vor allem: um die gute Sache.“

Info: Mehr zum Rennen und Anmeldung unter http://www.charity-bike-cup.de/

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