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Im Januar wird Weg zum Marbacher Bahnhof beschwerlich

Spannend wird es, wenn die Stromleitung an der Kreuzung Güntterstraße/Bahnhofstraße verlegt wird.
Spannend wird es, wenn die Stromleitung an der Kreuzung Güntterstraße/Bahnhofstraße verlegt wird.
Entlang der Güntterstraße und an der Bahnhofskreuzung werden Elektroleitungen verlegt – Gehweg muss aufgerissen werden

Marbach. Fußgänger, die von der Stadtmitte zu Fuß in Richtung Bahnhof laufen, müssen ab dem 10. Januar etwas mehr Zeit einplanen: Von da an werden wegen der Neubauten zwischen Schiller- und Güntterstraße neue Stromleitungen verlegt, weshalb in mehreren Bauabschnitten der Gehweg entlang der Güntterstraße und später der Bahnhofstraße aufgerissen werden muss. Richtig problematisch wird es gegen Ende der Bauzeit von einem Monat, wenn die Bahnhofstraße betroffen ist. Das Landratsamt Ludwigsburg sei zwar für die Sperrungen zuständig, werde aber keine Mitteilung dazu verfassen, informierte Ordnungsamtsleiter Andreas Seiberling in der Sitzung des Gemeinderats am Donnerstagabend.

In drei Abschnitten wird der Gehweg entlang der Güntterstraße aufgerissen. Los geht es an der Ziegelstraße. An der Bahnhofstraße beginnen dann die Schwierigkeiten: Es wird nur noch zwei statt drei Fahrspuren geben, das Baufeld betrifft die Parkplätze und den Gehweg. Später liegt es in der Mitte der Straße, der Verkehr wird seitlich vorbeigeführt. Als Letztes ist der Bereich an der Apotheke betroffen. „Die Bauarbeiten werden mit Umständen verbunden sein“, machte Andreas Seiberling deutlich. Bürgermeister Jan Trost kündigte gleich noch weiteres Unheil an: Der Zustand des Kreuzungsbereichs sei mehr als schlecht, der Landkreis wolle die Sanierung angehen. „Da bekommen wir dann eine Vollsperrung. Das wird dann eine Riesengeschichte.“

Ob der Januar der richtige Zeitpunkt ist, zweifelte CDU-Rat Jochen Biesinger an. Der Weg vom Bahnhof zur Güntterstraße sei auch Schulweg und in den Wintermonaten noch stärker frequentiert. Es wäre besser gewesen, die Baustelle in den Sommerferien anzugehen. Außerdem sei im Januar mit Frost und so mit Verzögerungen zu rechnen. Auch Barbara Esslinger, Grünen-Fraktionsvorsitzende, kann nicht verstehen, warum das Landratsamt nicht via Pressemitteilung die Öffentlichkeit informiere: „Das ist eine sensible Geschichte, da laufen ganze Schülerströme, das ist sozusagen die meistbelaufene Kreuzung“, sagte sie und forderte die Verwaltung auf, dies auch nochmals beim Landratsamt anzumahnen. Der Antrag des Bauherrn sei jetzt gestellt worden, die Stadt habe bei der Baustellenvorbesprechung auf die Fußgänger und den Winter hingewiesen, so Seiberling, sei aber nicht gehört worden.