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Im Juli geht es Schlag auf Schlag

Das Ludwigsburger Forum kehrt zum Saison-Endspurt in den Spielbetrieb zurück

Das Hessische Staatsballett und Lise de la Salle. Fotos: Bettina Stöß, Stephane Gallois/p
Das Hessische Staatsballett und Lise de la Salle. Foto: Bettina Stöß, Stephane Gallois/p
Das Hessische Staatsballett und Lise de la Salle. Fotos: Bettina Stöß, Stephane Gallois/p
Das Hessische Staatsballett und Lise de la Salle. Foto: Bettina Stöß, Stephane Gallois/p
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Ludwigsburg. Lange genug war es ruhig im Forum, dessen künstlerischer Leiter Lucas Reuter eine Veranstaltung nach der anderen verschob oder absagen musste. Nun, kurz vor Ende der regulären Saison, lässt sich doch noch etwas retten – ein Hoffnungsschimmer in diesen Zeiten. „Ich bin froh, dass wir wieder loslegen können“, sagt Reuter denn auch mit Blick auf die fallenden Corona-Infektionszahlen. Überstürzt wird am Schlosspark allerdings nichts – zu groß ist der planerische Aufwand, und auch die potenziellen Zuschauer müssen erst wieder ins Bild gesetzt werden. „Wir brauchen Zeit, um das Programm an die Leute zu bringen.“

In den Grundzügen entspricht das Programm im Juli den ursprünglichen Planungen, hier und da musste es jedoch Änderungen geben. So gastiert das Ballett Zürich nicht wie geplant in die Barockstadt, da es sich angesichts der Corona-Situation eine längere Sommerpause auferlegt hat. Stattdessen kommt das Hessische Staatsballett am Donnerstag und Freitag, 8., 9. und 10. Juli, mit „Le Sacre du Printemps“. Auch danach geht es weiter Schlag auf Schlag: Die Violinistin Julia Fischer spielt am Dienstag, 13. Juli, gleich zwei Konzerte, um 19 und 21 Uhr, um mehr Publikum zu erreichen. Auf dem Programm, das sie mit der Kammerakademie Potsdam bestreitet, stehen Wolfgang Amadeus Mozarts Sinfonia concertante für Violine, Viola & Orchester Es-Dur KV 364 und Pjotr I. Tschaikowskis Serenade für Streichorchester C-Dur op. 48.

In der Besetzung etwas abgespeckt ist auch das Gastspiel von Catherine Foster (Sopran) am Samstag, 17. Juli, um 19.30 Uhr, die statt der „Elektra“ von Richard Strauss nun eine italienische Operngala in Kooperation mit dem Nationaltheater Mannheim präsentiert – mit Arien und Ensembles von Giuseppe Verdi, Alfredo Catalani, Giacomo Puccini und weiteren, konzertant mit Klavierbegleitung (Gábor Bartinai). Da der eigens ausgeliehene Steinway-Flügel dadurch ohnehin schon im Forum steht, bot sich ein Klavierabend mit Lise de la Salle an – sie kommt am Sonntag, 18. Juli, um 19 Uhr, mit Werken von Isaac Albéniz, Franz Liszt und Alberto Ginastera im Gepäck. Am Freitag und Samstag, 23. und 24. Juli, schließlich gibt es im Ordenssaal ein weiteres Gastspiel der Gaechinger Cantorey der Bachakademie unter Hans-Christoph Rademann mit Motetten von Johann Sebastian Bach und anderen Werken.

250 Plätze sind aktuell für jede Forum-Veranstaltung im Verkauf, damit lassen sich die notwendigen Abstände problemlos einhalten. Besser für Lucas Reuter und sein Team wären rund 400, das entspräche wenigstens rund einem Drittel der Kapazität des Theatersaals. Er hofft, dass ab Herbst wieder voll besetzt werden kann, notfalls noch mit Maske. Das Programm, verspricht der künstlerische Leiter schon jetzt, wird prall, allein wegen der vielen Verschiebungen. Mehr dazu will er Anfang Juli verraten.

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