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Impfbusse stoßen auf große Resonanz im Kreis

Vier Wochen sind die beiden Impfbusse des Kreisimpfzentrums im Landkreis unterwegs gewesen. In 28 Tagen wurden 112 Stationen angefahren. Insgesamt wurden 5600 Menschen mit dem Vakzin gegen das Coronavirus versorgt.

Der Impfbus hat unter anderem am Breuningerland in Ludwigsburg Station gemacht. Hier war das Interesse der Bürgerinnen und Bürger besonders groß. Archivfoto: Ramona Theiss
Der Impfbus hat unter anderem am Breuningerland in Ludwigsburg Station gemacht. Hier war das Interesse der Bürgerinnen und Bürger besonders groß. Foto: Ramona Theiss

Kreis Ludwigsburg. „Das ist ein sensationell gutes Ergebnis“, bilanziert Andy Dorroch, Kreisbrandmeister und Leiter des Kreisimpfzentrums. Zweimal habe der Einsatz, der eigentlich auf 14 Tage angelegt war, um jeweils eine Woche verlängert werden können, weil die Resonanz an vielen Stationen sehr groß gewesen sei. „Unsere Erwartungen wurden deutlich übertroffen“, so Dorroch. Jetzt wurde die Aktion nach vier Wochen beendet. Rund 60000 Euro wurde für Miete und Personal inklusive Fahrer ausgegeben. „Das sind dann etwa elf Euro pro Piks“, rechnet Dorroch vor. „Das hat sich auch vor diesem Hintergrund auf jeden Fall gelohnt.“ Denn die Impfbereitschaft war zuletzt deutlich zurückgegangen. Zwischen 600 und 1000 Pikse wurden nur noch im KIZ und bei den Hausärzten verteilt. Deshalb wollte Dorroch zu den Menschen fahren, um ihnen ein unkompliziertes Impfangebot zu machen. Vor allem in Ludwigsburg wurde die Aktion sehr gut angenommen. „Am BlüBa und am Monrepos lief es am besten“, sagt Dorroch.

Aber auch auf dem Marktplatz in Sachsenheim und dem Bootshaus in Marbach sei das Angebot gut angenommen worden. Auch beim Breuningerland strömten die Impfwilligen zum Piksen. Immerhin kamen hier 112 Menschen zu den mobilen Impfzentren, um sich das Vakzin abzuholen. Nur knapp die Hälfte wollte den Ärmel bei Ikea in Ludwigsburg hochrollen. „Vielleicht hatten die Leute Angst, dass anschließend der Arm schmerzt und man das Möbelstück nicht mehr aufbauen kann“, sagt Dorroch augenzwinkernd. Insgesamt seien aber vor allem die Baumärkte im Kreis gute Stationen gewesen, wo die Nachfrage hoch gewesen sei.

In den ersten zwei Wochen sei die Nachfrage sehr hoch gewesen, so Dorroch. „Da kamen insgesamt rund 3500 Menschen zu den beiden Impfbussen.“ Deshalb habe man sich entschlossen, die Aktion zu verlängern. In der dritten Woche habe das Interesse etwas nachgelassen. Vielleicht habe das schlechte Wetter dabei auch eine Rolle gespielt. Bei Regen gingen eben nicht so viele Menschen in den Biergarten oder ins Schwimmbad. „Dann machen sie auch nicht halt an den Impfbussen.“ Deshalb habe das Team des Landratsamtes in der vierten Woche noch einmal alle Stationen angefahren, die besonders gut liefen. „Das lief spektakulär gut“, so Dorroch. 80 Prozent der Impflinge haben die Erstimpfung erhalten. Viele ließen sich Biontech verabreichen, aber ein größerer Anteil griff zu Johnson & Johnson, bei dem eine Spritze für den Schutz gegen das Corona-Virus ausreicht.

Dennoch wurden die beiden Impfbusse nun zunächst in die Garage gestellt. Ein wichtiger Hintergrund dabei ist, dass die Landesregierung nur für die ersten beiden Wochen die Kosten übernommen hat. Jetzt muss das KIZ die Aktion aus eigener Tasche bezahlen und das Personal stellen. Da die Nachfrage im Kreisimpfzentrum wieder deutlich anzieht, will Dorroch auf Sicht fahren. Es sei aber nicht ausgeschlossen, dass die Busse noch einmal durch den Landkreis kurven, wenn etwa das KIZ Ende September seine Pforten schließt.

Landrat Dietmar Allgaier würde die Busse gerne noch einmal losschicken. „Das war eine gute Aktion und ein voller Erfolg“, bilanziert der Kreischef. Er habe dazu viele positive Rückmeldungen aus den Städten und Gemeinden erhalten. Nach der Empfehlung der Ständigen Impfkommission, dass auch Zwölf- bis 17-Jährige geimpft werden können, sei auch denkbar, den Impfbus nach den Ferien an die Schulen zu schicken. „Wir müssen das Angebot so leicht wie nur irgend möglich machen“, sagt Allgaier.

Allerdings hätten die neuen Regeln der Landesregierung schon jetzt dazu geführt, dass die Nachfrage nach den Vakzinen wieder steige. „Das Vertrauen der Bevölkerung in die Impfungen hat deutlich zugenommen“, so der Landrat.

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