Logo

In der Hundeschule gibt es keine Pausen

Nicky Magister ist Trainerin und hat die Liebe zu Hunden zu ihrem Beruf gemacht – „Man muss genügend Zeit mitbringen“

Nicky Magister mit dem Golden Retriever „Smoky“.Foto: Alfred Drossel
Nicky Magister mit dem Golden Retriever „Smoky“. Foto: Alfred Drossel

sachsenheim. Auf der früheren Trainingsplatz des Vereins Deutscher Schäferhunde am Sachsenheimer Eichwald ist immer Präsenzunterricht und wegen Corona gibt es auch keine Zwangspause. Eine der Trainerinnen der Hundeschule „4 Pfoten“ ist Nicky Magister.

Sie schreitet zusammen mit dem viereinhalb-jährigen Golden Retriever „Smoky“ über den Platz. Im Abstand folgt das Frauchen des Hundes. Trainerin und Hund haben inzwischen ein Vertrauensverhältnis aufgebaut. Beide verstehen sich auch ohne Sprache.

Die 46-jährige Nicky Magister hat, bevor sie Hundetrainerin wurde, in einem Industriebetrieb Maschinen eingerichtet. Jetzt übt sie ihren Wunschberuf aus und ist im 4 Pfoten-Team von Mario Gubler glücklich. Seit sieben Jahren arbeitet sie mit Hunden. Für sie ist ein respektvoller Umgang mit dem Tier wichtig, dabei seien aber auch Führungsqualitäten zu zeigen.

Es gibt keine offizielle Ausbildung zum Hundetrainer. Wichtig dabei ist aber die Liebe zum Tier. Ein ausgefeilter Lehrplan ist zwecklos, wenn die Lernenden nicht bestimmte Voraussetzungen mitbringen. Dazu zählen unter anderem: Gelassenheit, Konsequenz, Beobachtungsgabe, soziale Kompetenzen, klare Kommunikation, Pflichtbewusstsein, die Bereitschaft alles zu hinterfragen und wissenschaftliche Neugier.

Die Hundeschule sei einem ständigen Wissens- und Informationszuwachs ausgesetzt, denn das theoretische Fachwissen verändere sich immer wieder und müsse fortgeschrieben werden, sagte Nicky Magister. Vor 20 Jahren war es bei weitem keine Selbstverständlichkeit, Hunde ohne die Verwendung von Gewalt auszubilden. Das ist lange vorbei. Die heutige Hundeschule steht auf einem soliden Fundament des gegenseitigen Verstehens.

„Hunde stehen für mich im Mittelpunkt“, sagt Nicky Magister. Die 46-Jährige hat sich auf die Ausbildung von Welpen und Junghunden spezialisiert und trainiert den Grundgehorsam und das Schleppleinentraining. Wichtig dabei seien auch das Einzeltraining und die Hilfe in Gruppen.

Die Hundeschule wolle aber auch Hundebesitzern Hilfe anbieten. Hunde würden unterschiedliche Signale aussenden, die man als Hundebesitzer auf jeden Fall kennen sollte, sagt Nicky Magister. Der Besuch der Hundeschule soll für die Hundehalter dazu beitragen, den Hund zu verstehen und seine Signale richtig zu deuten. Wer seinen Hund Liebe, so Nicky Magister, sollte auch Zeit für ihn haben.

Autor: