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Jahresausstellung: Junge Künstler aus Ludwigsburg und Bietigheim zeigen ihre Werke

Die Papageien flattern, der Roboter ist eine stattliche Erscheinung und großformatige, gemeinsam geschaffene Collagen zeigen märchenhafte Begegnungen und Dschungeltiere aus fernen Kontinenten. „Erzähl mir eine Geschichte“ lautet das Motto der Jahresausstellung der Kunstschule Labyrinth, die am Sonntag in den ehemaligen Stallungen der Karlskaserne eröffnet wird.

Heike Grüße und Jochen Raithel zeigen farbenfrohe Objekte. Foto: Ramona Theiss
Heike Grüße und Jochen Raithel zeigen farbenfrohe Objekte. Foto: Ramona Theiss
Farbenprächtige Malerei.
Farbenprächtige Malerei.
Fahrradkunst.
Fahrradkunst.
Unterwasserwelt im Karton.
Unterwasserwelt im Karton.
Sieht aus wie echt, ist aber Kunst.
Sieht aus wie echt, ist aber Kunst.

Ludwigsburg. Es ist eine farbenfrohe, ausdrucksstarke Schau, die zeigt, dass Kunst die Fantasie der Kinder und Jugendlichen beflügelt. Zu sehen gibt es Ergebnisse aus 20 Jahreskursen für Sechs- bis 14-Jährige, die seit Herbst in Ludwigsburg und Bietigheim-Bissingen stattfinden. Laut der Kuratorin und Fachbereichsleiterin für Bildende Kunst Heike Grüß zeichnet sie vor allem eines aus: Deutlich mehr Kunstwerke als bisher entstanden als Gruppenarbeit. Möglicherweise eine Gegenreaktion auf die Pandemie und die damit einhergehenden Kontaktbeschränkungen. Die großformatigen Collagen und Leporellos eröffnen pralle Bilderwelten, denen man sich nicht entziehen kann. Sie erzählen Geschichten von Raubtieren und Riesenechsen, von rauchenden Vulkanen und Fabelwesen. Sie entführen in den tiefsten Urwald und lassen als Entdecker der dritten Dimension bunte Papageien fliegen. Zu sehen gibt es auch Objekte verschiedenster Art. Große Spinnen krabbeln und gelbe Giraffen beweisen Standfestigkeit.

Konstruktionen, Malerei, Papierarbeiten

Die Proportionen stimmen auch bei den Konstruktionen aus der Erfinderwerkstatt. Der große Kran, das Flugzeug, das Passagierschiff, die Windmühle oder die Lokomotive: Alles ist detailgetreu wiedergegeben.

Die geschaffenen Unterwasserwelten im blaubemalten Karton sprühen förmlich über vor buntem Leben. Die getöpferte und glasierte Fahrradparade, abstrakte Stoffmalereien sowie selbst geschaffene dreidimensionale Aufklappkarten komplettieren die Schau, die zeigt wie wichtig kreatives Arbeiten für die Kinder und Jugendlichen ist. Hier, in den großzügigen Räumlichkeiten der Karlskaserne ist es ihnen laut Heike Grüß auch möglich, ihre Fantasie auszuleben. Ob Karton, Altpapier oder Plastikflasche: Dabei werden hauptsächlich Recyclingmaterialien verarbeitet.

Qualifizierte Dozenten begleiten die jungen Künstler

Das Besondere an der Kunstschule Labyrinth: Die Kurse finden unter Anleitung qualifizierter Dozenten statt. Impulse gaben für die Jahresausstellung Javiera Advis, Waed Alhajj, Clara Bosch, Thora Gerstner, Sally Grayson, Franziska Kaupp, Mark Knüttgen, Patrizia Kränzlein und Markus Merkle. Ebenfalls gezeigt werden von Kindern und Erwachsenen geschaffene Tonobjekte aus der offenen Keramikwerkstatt unter der Leitung von Vitali Safronov und Thomas Weber. Sowohl die Dozenten als auch die jungen Künstler sind bei der Ausstellungseröffnung vor Ort.

Seit über 30 Jahren macht die Kunstschule eine Vielzahl von Angeboten. Laut dem Leiter Jochen Raithel besuchen jährlich 3000 Kinder und Jugendliche Jahreskurse, Workshops und Ferienprogramme aus den Bereichen, Kunst, Tanz Theater sowie Zirkus.

Info:

Die Jahresausstellung in den einstigen Stallungen der Karlskaserne wird am Sonntag, 26. Juni, um 11 Uhr eröffnet und ist dort bis zum 17. Juli zu sehen. Öffnungszeiten: Freitag von 18 bis 20 Uhr, Samstag von 16 bis 20 Uhr und Sonntag von 14 bis 18 Uhr. Führungen nach Vereinbarung.

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