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Keine Gebühr für Außenbewirtung

Den durch die Coronapandemie gebeutelten Gastronomen werden in Bönnigheim dieses Jahr keine Gebühren für die Außenbewirtschaftung auf Freischankterrassen eingezogen. Das hat der Gemeinderat nun beschlossen – und will es als Signal über die Stadt hinaus verstanden wissen.

Bei schönem Wetter herrscht abends Hochbetrieb bei der Außenbewirtschaftung in der Bönnigheimer Innenstadt. Foto: Alfred Drossel
Bei schönem Wetter herrscht abends Hochbetrieb bei der Außenbewirtschaftung in der Bönnigheimer Innenstadt. Foto: Alfred Drossel

Bönnigheim. Der Bönnigheimer Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Freitagabend den Rotstift bei den Ausgaben angesetzt; Projekte wurden verschoben oder gleich ganz abgesetzt (unsere Zeitung berichtete). Um aber ein Zeichen über die Stadt hinaus zu setzen, so Bürgermeister Albrecht Dautel, werden den Gastronomen der Stadt in diesem Jahr die Sondernutzungsgebühren für Freischankterrassen auf öffentlichem Raum erlassen.

Durch die Coronaverordnung des Landes Baden-Württemberg über infektionsschützende Maßnahmen waren Ladengeschäfte und Gastronomiebetriebe vorübergehend zur Komplettschließung gezwungen. Das hatte Folgen: Personal musste teilweise in Kurzarbeit geschickt oder ganz entlassen werden, um die wirtschaftliche Existenz nicht vollständig zu verlieren. Im Zeitraum von Mitte März bis Mitte Mai war eine gastronomische Nutzung und Bewirtschaftung der Außenflächen nicht möglich. Die Wiederaufnahme des gastronomischen Betriebs ist derzeit zwar wieder erlaubt, jedoch weiterhin umfassenden Einschränkungen unterworfen. Angesichts der vorgeschriebenen und nötigen Abstandsregelungen können in der Regel weniger Gäste als üblich auf den zur Verfügung stehenden Flächen bewirtet werden.

„Um die Betriebe in dieser außerordentlich schwierigen wirtschaftlichen Zeit zu unterstützen, schlägt die Verwaltung einen Erlass der Sondernutzungsgebühren für das Jahr 2020 vor“, begründet Bürgermeister Albrecht Dautel den Vorschlag der Verwaltung. Kämmerer German Thüry ergänzt: „Die Einnahmen für Sondernutzungen der Freischankterrassen beliefen sich im vergangenen Jahr auf 4607 Euro.“ Für 2020 läge der Betrag durch hinzugekommene Gaststätten bei rund 5000 Euro. „Wir wollen den Betrieben mit dem Erlass der Gebühren unter die Arme greifen und damit ein Signal über die Stadt hinaus senden“, betont Schultes Dautel. Der Stadt sei die Gastronomie wichtig, weil sie einen wichtigen Beitrag zur Belebung der Innenstadt leiste.

Stadtrat Dittmar Zäh (UWG) lobte den Vorstoß der Stadtverwaltung. „Ich halte dieses Signal für sehr wichtig“, sagte er. Das sahen die übrigen Gremiumsmitglieder offenbar genauso: Denn der Beschluss des Gemeinderats erfolgte einstimmig.

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