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Kilianstraße wird für 700000 Euro saniert

Gemeinde Mundelsheim geht die letzte Maßnahme des Straßenentwicklungskonzepts an

Die Kilianstraße in Mundelsheim bekommt nächstes Jahr einen neuen Fahrbahnbelag. Foto: Holm Wolschendorf
Die Kilianstraße in Mundelsheim bekommt nächstes Jahr einen neuen Fahrbahnbelag. Foto: Holm Wolschendorf

Mundelsheim. Die Gemeinde Mundelsheim nimmt jetzt den letzten Teil des Straßenentwicklungskonzepts in Angriff und wird nächstes Jahr die Kilianstraße sanieren. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. Rund 700000 Euro wird die Maßnahme kosten. Wie Ronald Kipshoven vom Ingenieurbüro Rauschmaier verdeutlichte, besteht die begründete Hoffnung, dass die Kosten am Ende günstiger liegen als veranschlagt. „Die Preise im Tiefbau fallen gerade“, sagte der Experte. Noch im September sollen die Arbeiten ausgeschrieben und im Oktober vergeben werden. Als Termin für den Baubeginn wird der März 2021 angepeilt. Im Oktober soll alles fertig sein.

Der Zustand der Fahrbahn präsentiert sich laut Kipshoven in schlechtem Zustand. Er sprach in der Sitzung von Rissen, Aufbrüchen und Auswaschungen. Auch die Entwässerung der Straße, die parallel zur Ortsdurchfahrt direkt auf den Friedhof und die Kilianskirche führt, funktioniere nicht mehr ausreichend.

Die Straßensanierung soll in drei Abschnitten erfolgen. Am längsten dauert laut Kipshoven der Bereich zwischen der Kreuzung Neuweiler- und Urbanstraße, weil dort auch der Kanal erneuert werden muss. In den anderen Bereichen der Kilianstraße sei der Kanal noch in gutem Zustand. Anschließend wird bis zum Hohlweg saniert und danach bis zur Blumenstraße. „Wir bauen die Straße so aus, wie sie im Bestand ist“, sagte der Experte. Der Gehweg werde 1,50 Meter breit, so dass eine Restfahrbahnbreite von 5 bis 5,50 Metern übrig bleibe. „Das ist kein Problem, da es sich dort um eine Tempo-30-Zone handelt“, so Kipshoven. Darüber hinaus sei während der Bauphase auch der Umleitungsverkehr „gut abzuwickeln“. Neben Leerrohren für einen späteren Glasfaserausbau werden auch neue Wasserleitungen verlegt. Zudem sollen Schäden bei den Hausanschlüssen behoben werden.

In der Diskussion plädierte Gemeinderat Andreas Link dafür, im Bereich zwischen Urban- und Blumenstraße neben der Fahrbahn auch den Gehweg mit Asphalt und nicht mit Pflastersteinen zu versehen. Auch Thomas Kizler stellte das Pflaster infrage, „weil dort vor allem ältere Leute Probleme haben“. Einen entsprechenden Antrag von Andreas Link lehnte der Gemeinderat bei 5:5 Stimmen und einer Enthaltung ab, zumal Ratsmitglied Christian Bürkle und die Experten des Ingenieurbüros Rauschmaier verdeutlichten, dass sich Pflaster leichter an die Gegebenheiten anpassen lasse als Asphalt.

Dafür wird der weiteren Bitte Andreas Links Folge geleistet, die Bordsteine an den Kreuzungen abzusenken, damit Personen mit Rollatoren dort besser gehen können. Wie Ronald Kipshoven sagte, sei in den Kurvenbereichen ein Bordstein mit einer Höhe von nur einem Zentimeter möglich. Nach der Sanierung der Kilianstraße – derzeit wird in der Urbanstraße gearbeitet – stehen bereits weitere Straßenzüge vor einer Sanierung. Dafür wird die Verwaltung gemeinsam mit der Firma Rauschmaier ein neues Straßensanierungskonzept erarbeiten.

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