Logo

Korntal gelassen, KSV macht es spannend

Der TSV Korntal macht die Meisterschaft in der Kreisliga.B5 perfekt, ohne am letzten Spieltag anzutreten. Mehr Aufwand muss die KSV Hoheneck betreiben.

Die KSV Hoheneck bejubelt am letzten Spieltag Platz eins.
Die KSV Hoheneck bejubelt am letzten Spieltag Platz eins.

Ludwigsburg. Den Aufstieg aus der Kreisliga B5 hatte man sich beim TSV Korntal anders vorgestellt. Weil die zweite Mannschaft der Spvgg Mönsheim nicht antrat, wurde der TSV Meister, ohne den Platz am letzten Spieltag betreten zu müssen. Das ärgerte auch Trainer Sahin Üste. „Es wäre schön gewesen, wenn man zum Abschluss gewinnt“, gibt er zu. Froh ist Üste dennoch, im nächsten Jahr in der Kreisliga A an den Start gehen zu können. „Das war eine komische Liga, das kann ich Ihnen sagen“, erzählt er. „Wir hatten nur drei richtige Gegner. Es war klar, dass die direkten Duelle entscheiden.“ Hinter den Korntalern (47 Punkte) kämpften auch der GSV Hemmingen (46), die TSF Ditzingen (44) und die zweite Mannschaft des SV Leonberg/Eltingen (38) um die Meisterschaft.

Spannender ging es dagegen am letzten Spieltag der Kreisliga.B1 zu. Dort musste die KSV Hoheneck zittern, bis sie mit einem 3:1-Heimsieg gegen den FSV Oßweil den Zwei-Punkte-Vorsprung auf den TV Pflugfelden II über die Ziellinie rettete. „In der Halbzeit beim Stand von 1:1 war die Anspannung spürbar“, blickt KSV-Trainer Christos Chamalidis auf das entscheidende Spiel zurück. Groß war die Erleichterung, als die Meisterschaft perfekt war. „Da kann ich ein Lied von singen“, sagt Chamalidis.

Es sei das große Ziel gewesen, in diesem Jahr aufzusteigen. Das letzte Spiel war da beinahe ein Spiegelbild der ganzen Saison. „Wir lagen oft zurück, sind aber immer zurückgekommen“, schwärmt Chamalidis vom Kampfgeist seiner Truppe. „Es gab viele Spiele, in denen wir auf der Verliererstraße waren, aber sie als Mannschaft gedreht haben.“

Umso mehr freut sich Chamalidis, dass eben diese Mannschaft auch in der kommenden Saison in der Kreisliga.A zusammenbleiben wird. „Aber natürlich haben wir unsere Fühler ausgestreckt, um Verstärkungen zu holen“, sagt er. Dennoch sei der Klassenerhalt das Ziel. „Wir sind nicht der AKV, der gute, höherklassige Spieler zu sich geholt hat und den Durchmarsch geschafft hat“, verweist Chamalidis auf den letztjährigen Kreisliga-B-Meister aus Ludwigsburg, der den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft hat.

Dort kämpft aktuell der SV Pattonville gegen den Abstieg und muss in der Relegation ran. Ganz anders lief die Saison dagegen für die zweite Mannschaft des SVP. „Konstanz und Einstellung“ waren laut SVP-Co-Trainer Yannick Bächler ausschlaggebend für die Meisterschaft in der Kreisliga.B3.

„Der Kern der Mannschaft hat seit zwei, drei Jahren um den Aufstieg gekämpft, jetzt sind sie heiß, in der Kreisliga.A anzutreten“, sagt Bächler. Dem könnte auch ein Abstieg der SVP-Ersten keinen Strich durch die Rechnung machen. „Wir würden in verschiedenen Staffeln spielen“, so Bächler.

Vorfreude auf die Kreisliga.A verspürt man beim GSV Höpfigheim. „Es wird lauter Derbys geben“, blickt Trainer Werner Wägerle voraus. Die letzten drei Jahre sei man ebenfalls nah dran gewesen, den Aufstieg zu schaffen, erst in dieser Saison ist es gelungen. „Wir haben zwei erfahrene Spieler dazugewonnen, die haben die nötige Qualität gebracht“, sagt Wägerle über die Leistungsträger Marcel Schanzel und Norman Röcker. Röcker spielte zuvor beim Landesligisten TSV Heimerdingen und ist Co-Trainer beim GSV. Einen „guten Einstieg in die Trainerkarriere“ bescheinigt ihm Chefcoach Wägerle.

Ebenfalls Grund zum Jubeln hat der TSV Bönnigheim, der mit 67.Punkten als Meister und Aufsteiger in der Kreisliga B.9 den Wimpel entgegennehmen durfte.

Autor: