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Kurze, schnelle Wege für die Schnelltests

Neues Angebot von Rathaus-Apotheke und DRK – Offen für alle, kostenlos aber nur für Erzieher und Lehrer

Unterstützung im Testzentrum gibt es für Corinna Hartmann, Gabi Wittenmeier, Bianka Brandt und Götz-Georg Mauthe von der Rathaus-Apotheke vom DRK, vertreten durch Peter Unteregelsbacher. Foto: Holm Wolschendorf
Unterstützung im Testzentrum gibt es für Corinna Hartmann, Gabi Wittenmeier, Bianka Brandt und Götz-Georg Mauthe von der Rathaus-Apotheke vom DRK, vertreten durch Peter Unteregelsbacher. Foto: Holm Wolschendorf

Möglingen. Noch ist es ruhig im Corona-Testzentrum im Bürgerhaus. Doch für Götz-Georg Mauthe ist das genau richtig für eine Art Probebetrieb am ersten Tag – an dem aber alles so gelaufen ist wie geplant, sagt er. Er ist Inhaber der Möglinger Rathaus-Apotheke und war mit seiner Idee auf die Gemeinde zugegangen, die das dankbar aufgriff. „Eine goldene Nase verdien’ ich mir damit nicht“, sagt Mauthe, auch weil ihm morgens nun Apothekenkräfte fehlen. „Aber mir ist wichtig, dass es das Angebot gibt.“

Und das nutzten in der ersten Stunde seit 7 Uhr fünf Testwillige – eine sechste Frau hatte den Berechtigungsschein für einen kostenlosen Test vergessen –, ehe sie zur Arbeit in die nahegelegenen Betreuungseinrichtungen gingen. Sie alle hatten zuvor über das Internet den Termin ausgemacht, sodass die Anmeldung vor Ort ganz schnell geht – ebenso wie der Abstrich fünf Meter daneben. Eine weitere halbe Minute dauere der Nasenpikser, so Mauthe, dann sei alles erledigt. Und auch das Ergebnis kommt rasch, nach maximal 30 Minuten erhält man es per Mail.

Bis zu 24-mal könnte das Team das Procedere bis neun Uhr wiederholen. „Und die Schlagzahl kann erhöht werden“, so Mauthe, auf gut das Doppelte. Zumal vor dem Hintergrund, dass es die kostenlosen Tests derzeit nur vor allem für Erzieher und Lehrer gibt. Alle anderen müssen 35 Euro zahlen – zumindest noch. Sollte es Gratistests für alle geben, will auch Bürgermeisterin Rebecca Schwaderer breiter innerhalb der Verwaltung dafür werben, bislang wurden nur die in der Kinderbetreuung Tätigen informiert. „Sollte es sich die Regierung in diesem Punkt nochmals anders überlegen, werden wir ein Angebot für alle Mitarbeiter sicherlich entwickeln“, sagt sie.

Bis 31. März soll das Testzentrum im Bürgerhaus bestehen, am Nachmittag dann betrieben von Ehrenamtlichen des DRK. Die haben mit Schnelltests schon Erfahrung, boten diese vor Weihnachten an, erinnert Bereitschaftsleiter Peter Unteregelsbacher, der am Morgen schon einmal vorbeischaut. Als Mauthe die neue Initiative ergriff, sei es daher keine Frage gewesen, wieder dabei zu sein.

Info: Anmeldung: www.rapom.de.

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