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Lernwillige Reimer will Ex-Club wehtun

Neuzugang der SG BBM Bietigheim trifft gegen die Neckarsulmer SU auf ihren alten Verein

Nele Reimer.Foto: Baumann
Nele Reimer. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Schwäbisches Derby in der Frauenhandball-Bundesliga: Die SG BBM Bietigheim (5:1 Punkte) gastiert heute um 19.30 Uhr bei der Neckarsulmer SU (4:2).

Mit viel Vorfreude fährt die aus Neckarsulm zur SG gekommene Nele Reimer ins Unterland: „Ich habe drei Jahre lang gern da gespielt. Es ist schön, die Mädels mal wieder zu sehen. Aber natürlich wollen wir auch unserer Favoritenstellung gerecht werden und zwei Punkte holen.“

Das könnte schwerer werden als in den letzten Jahren. Neckarsulm ist mit zwei Siegen in drei Partien gut gestartet. Nele Reimer ist davon nicht überrascht. „Wir haben schon in der Vorbereitung gegen Neckarsulm gespielt und die Mannschaft hat dabei einen sehr guten Eindruck gemacht. Ich erwarte Neckarsulm deutlich weiter oben als in den letzten Jahren“, erklärt die aus Rostock stammende Rückraumspielerin.

Mit der aus Leverkusen gekommenen Joana Rode und Carmen Moser aus Ketsch liegen zwei Neuzugänge an der Spitze der internen NSU-Torschützenliste. Dort war in den letzten Jahren Nele Reimer zu finden. 340 Tore hat die 24-jährige Nationalspielerin in den zurückliegenden drei Spielzeiten für Neckarsulm erzielt. In den BBM-Spielen durfte sie erst sechsmal jubeln. „Da werden auf jeden Fall noch einige Tore dazukommen und am besten gleich am Mittwochabend“, verspricht die Psychologie-Studentin, die gerade ihre Bachelor-Arbeit schreibt. „Ab November beginnt mein Master-Studium in Tübingen, und das war neben der sportlichen Perspektive auch ein wesentlicher Grund, mich für Bietigheim zu entscheiden.“

Mit Karolina Kudlacz-Gloc, die wegen ihrer Schulterverletzung möglicherweise länger ausfallen wird, spielt bereits eine ausgebildete Psychologin bei der SG. Für Nele Reimer ein Glücksfall: „Bei Fragen wende ich mich gerne an sie.“ Auch auf dem Spielfeld will sie von Kudlacz-Gloc und den anderen BBM-Spielerinnen lernen. „Ich will mich handballerisch weiterentwickeln, in einem Team mit Topniveau spielen und Erfahrungen in der Champions League sammeln.“

Gegen Esbjerg und Metz enttäuschte die SG. „Die Champions League ist von der Körperlichkeit, der Härte und dem Tempo ein Riesenunterschied zur Bundesliga“, hat Reimer erkannt. „Aber daraus müssen wir lernen. Wir wollen in Neckarsulm zeigen, dass wir die Niederlage in Metz gut verarbeitet haben.“

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