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Leuchtturm im Keltenland

Staatssekretärin spricht von zentralem Baustein der Keltenkonzeption des Landes – Ausstellung in Konstanz

Die Modernisierung des Keltenmuseums stärke die Anziehungskraft der Region, sagt Kulturstaatssekretärin Petra Olschowski. Foto: Andreas Becker
Die Modernisierung des Keltenmuseums stärke die Anziehungskraft der Region, sagt Kulturstaatssekretärin Petra Olschowski. Foto: Andreas Becker

Eberdingen. „Die Modernisierung des Keltenmuseums in Hochdorf ist ein Leuchtturmprojekt, das die Anziehungskraft der Region erheblich stärkt und die Keltenkonzeption des Landes bereichert“, sagt Petra Olschowski. Das Museum sei ein „zentraler Baustein“ der Konzeption „Keltenland Baden-Württemberg“, so die Kulturstaatssekretärin am Montag in Stuttgart. Sie entwickle sich zu einer Erfolgsgeschichte für das Land: „Wir sind dem Ziel, die historische Bedeutung der Kelten im Land sichtbar und erfahrbar zu machen, nicht nur einen, sondern mehrere wichtige Schritte nähergekommen“, sagte Olschowski.

Spannende Einblicke in die Vielfalt und den Reichtum des keltischen Erbes in Baden-Württemberg zeigt vom 24. Juli an in Konstanz die vom Land geförderte Ausstellung „Magisches Land – Kult der Kelten in Baden-Württemberg“ des Archäologischen Landesmuseums. Ein besonders „magisches“ Exponat dieser Ausstellung ist der sieben Kilo schwere, janusköpfige Silberring aus Trichtingen, der als Symbol und Logo für das „Keltenland“ ausgewählt wurde. Die Ausstellung inszeniert den Kult der Kelten und bietet spannende Einblicke in ihre Glaubenswelt, ihre Jenseitsvorstellungen, Ahnenverehrung und naturmagische Orte.

Prof. Dr. Claus Wolf, Direktor des Archäologischen Landesmuseums und Präsident des Landesamts für Denkmalpflege, sagte: „Das Archäologische Landesmuseum und das Landesamt für Denkmalpflege schätzen sich sehr glücklich, dass die beiden Institutionen gemeinsam die erste Große Sonderausstellung im Rahmen der ‚Keltenkonzeption Baden-Württemberg‘ präsentieren dürfen.“

Olschowski hob die Modernisierung des Hochdorfer Museums hervor. Wie berichtet, erhält es Fördergelder von Bund und Land für ein umfassendes Modernisierungsprojekt. Es soll sowohl energetisch als auch didaktisch auf den neusten Stand gebracht werden. „Die Unterstützung des Bundes für das Keltenmuseum unterstreicht einmal mehr die Bedeutung des Museums“, betonte Olschowski.

Die Bundesregierung stellt 643000 Euro zur Verfügung. Das Kunstministerium unterstützt das Projekt mit rund 363000 Euro. Die Gemeinde Eberdingen beteiligt sich ebenfalls mit 363000 Euro. Bürgermeister Peter Schäfer freut sich über die Förderung: „Wir sind Land und Bund für diese Unterstützung sehr dankbar.“

Das Museum präsentiert in einer eindrücklichen Rekonstruktion der Grabkammer und des einzigartigen Fundensembles den herausragenden archäologischen Fund des „Fürstengrabs“ von Hochdorf und vermittelt Wissenswertes über den imposanten Grabhügel sowie die frühkeltische Siedlung, die im Bereich des Museums aufgedeckt wurde.

Weitere Förderbescheide für bedeutende Keltenstätten zur Schaffung neuer Besucherangebote liegen bereits länger vor: für das spätkeltische Oppidum Heidengraben auf der Schwäbischen Alb wie auch für den Ipf in Bopfingen, einem frühkeltischen Fürstensitz aus der älteren Eisenzeit – und ein noch heute großartig erhaltenes Geländedenkmal. Die Heuneburg an der oberen Donau war von Beginn an elementarer Bestandteil des Keltenlandes; sie wird zu einer Kelten-Erlebniswelt entwickelt. An weiteren Orten wurden Projekte zur besseren Vermittlung des keltischen Erbes in Gang gesetzt. Das Land hat für das „Keltenland“ über vier Millionen Euro zur Verfügung gestellt, der Bund über drei Millionen. (red)