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Marbacher Neubürger auf Entdeckungstour durch die Stadt

Bei einem Glas Sekt oder Orangensaft werden die neuen Bürger in der Schillerstadt begrüßt . An Ständen informieren sich die neuen Marbacher über die Angebote in der Stadt. Fotos: Holm Wolschendorf
Bei einem Glas Sekt oder Orangensaft werden die neuen Bürger in der Schillerstadt begrüßt . An Ständen informieren sich die neuen Marbacher über die Angebote in der Stadt. Fotos: Holm Wolschendorf
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Vereine, Kirchen und Institutionen stellen sich vor und präsentieren an verschiedenen Standorten ihre Angebote

Marbach. Vor dem Rathaus gab es Sekt, eine freundliche Begrüßung und viele Informationen. Auf einer Tour durch die Stadt konnte man außerdem mit Vertretern von Gruppen und Vereinen ins Gespräch kommen. Erstmals veranstaltete die Stadt Marbach am Samstag einen Tag der Neubürger.

Bürgermeister Jan Trost hatte ans Rathaus eingeladen, wo sich bald etliche Neubürger einfanden. Die kamen auch schnell miteinander an Stehtischen ins Gespräch und schilderten dem Bürgermeister, was ihnen unter den Nägeln brennt. „Vor allem die schwierige Parkierung in der Altstadt ist Thema“, berichtete Trost. Die eigens vorbereiteten Infohefte wurden studiert, und die Neubürger machten sich bald auf Tour. Sie konnten zudem zwischen den Stationen, darunter auch die Schillerhöhe, pendeln.

Ukrainerinnen interessieren sich für Partnerschaftskommitee

Vor dem Rathaus hatten sich Frauen eingefunden, die ebenfalls neu in Marbach leben. Es waren Geflüchtete aus der Ukraine, die die Stadt in der sie leben und ihre Menschen kennenlernen wollten. Interessiert informierten sie sich am Stand des bunt beflaggten Städtepartnerschaftskomitees. Eine Ukrainerin, die der deutschen Sprache noch nicht so mächtig war, hatte sogar einen Brief für die Einwohner von Marbach verfasst. Darin stand: „Wir danken Ihnen aufrichtig, dass Sie den Ukrainern in schwierigen Zeiten helfen. Wir waren nicht bereit für diesen Krieg. Wir wünschen Ihnen einen friedlichen Himmel und Wohlstand.“ Eine junge Ukrainerin, die derzeit fleißig Deutsch lernt, um hier studieren zu können, kümmert sich außerdem um ihre jüngere Schwester, die noch zur Schule geht. Beide schauen jetzt nach vorne und sind froh, in der Schillerstadt in Frieden und Sicherheit zu leben zu können.

Solarverein stellt sich vor

Auf dem Weg in die Altstadt kam man an der Alten Sakristei vorbei, wo Stadtmarketing, Citymanagement und Gartenschau 2033 beheimatet sind. Hier informierten Andrea Hahn, Fabian Friedl und Annette Fiss. Außerdem gab es dort auch Artistik, Tanz und Jonglage. In der Torgasse hatte das Tobias-Mayer-Museum geöffnet, das dem in Marbach geborenen Astronom, Mathematiker und Physiker gewidmet ist. Davor hatte sich der Solarverein Marbach postiert. Der Vorsitzende Hans-Martin Gündner sprach da gerade mit einem neu zugezogenen Ehepaar. Dieses zeigte nicht nur Interesse an einer Photovoltaikanlage, sondern vor allem auch an einem Stromspeicher. Denn nach dem Brand eines Stromverteilers in der Wildermuthstraße im Mai war auch das Ehepaar von dem stundenlangen Stromausfall betroffen. Eigenen Strom nutzen zu können, das wäre es, so die Idee. Gündner informierte zu den Kosten und hatte dabei auch weniger Erfreuliches parat: Denn es dauert wegen der vollen Auftragsbücher ein halbes Jahr, bis Handwerker kommen.

Die Zukunft der Energieversorgung ist Gündners Leidenschaft. Er ist froh, dass das Thema in Zeiten der Energiekrise endlich mehr Beachtung findet. Viele weitere Vereine und Einrichtungen präsentierten sich und ihre Arbeit an weiteren Standorten und auch in den Stadtteilen gab es diverse Angebote.